Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ballettabend SCHLÄPFER/ JULLY/ BLASKA im Oldenburgischen Staatstheater Ballettabend SCHLÄPFER/ JULLY/ BLASKA im Oldenburgischen Staatstheater Ballettabend SCHLÄPFER/...

Ballettabend SCHLÄPFER/ JULLY/ BLASKA im Oldenburgischen Staatstheater

Premiere Samstag, 27. Januar 2018, um 19.30 Uhr im Großen Haus

"Violakonzert"/"Tam Tam et Percussion" (DE)/"Der Tod und das Mädchen" (UA), Choreografien von Martin Schläpfer, Félix Blaska und Antoine Jully. --- Für die zweite Premiere der BallettCompagnie Oldenburg in dieser Spielzeit wird die Zusammenarbeit mit einem der bedeutendsten Tanzschaffenden in Deutschland und Europa fortgesetzt. Der Chefchoreograf und Künstlerische Leiter des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg, Martin Schläpfer, kommt erneut nach Oldenburg und erarbeitet mit dem gesamten Ensemble seine Choreografie ‚Violakonzert‘ zu Alfred Schnittkes ‚Konzert für Viola und Orchester‘.

Für die BallettCompagnie Oldenburg wird er den dritten Satz der Uraufführung von 2002/04 neu arrangieren. ‚Violakonzert’, eine Choreografie, die Martin Schläpfer im Andenken an seine Mutter schuf, schöpft ihre Energie aus der Komposition Schnittkes, die wie durch ein Kaleidoskop auf die Musikgeschichte blickt. Dem streng formalen und puren Tanz verpflichteten Beginn folgen immer intensiver werdende emotionale Situationen der feinen Zwischentöne. Schlichte Bewegungsmuster steigern sich zu hochkomplexen, expressiven Ausdrucksformen: Mal weich, mal aggressiv, mal leidenschaftlich, mal romantisch, mal voll spielerischem Witz – stets jedoch mit dem Bewusstsein einer latenten Bedrohung und mit der Intensität des Wissens, dass Nähe und Zuneigung, Leidenschaft und Liebe oft nur ein vorübergehendes Glück bedeuten.

Das Mittelstück des Abends bildet die deutsche Erstaufführung von ‚Tam Tam et Percussion‘, einer Arbeit des französischen Choreografen Félix Blaska von 1970. Die Choreografie wurde u. a. vom Ballet de Bordeaux und vom Tokyo Ballet getanzt und setzt die Reihe von Werken der modernen Tanzgeschichte hier in Oldenburg fort, die Antoine Jully mit den Einladungen von Choreografien von Lar Lubovitch, Bill T. Jones und Alwin Nikolais begann. In den 1960er Jahren entdeckte Blaska seine Begeisterung für afrikanische Musik und sie mündete im Ballett ‚Tam Tam et Percussion‘. Die Musik, die von den Perkussionisten Vincent Bauer und Adriano Tenorio live auf der Bühne gespielt wird, ist Teil der Inszenierung und führt einen aufregenden Dialog mit dem akademischen Ballett.

Der Ballettabend schließt mit der choreografischen Uraufführung von ‚Der Tod und das Mädchen‘. Antoine Jully, Ballettdirektor und Chefchoreograf der BallettCompagnie Oldenburg, kreiert zum 1824 entstandenen d-Moll-Streichquartett von Franz Schubert und widmet sich dem schaurig-schönen Bildmotiv der Beziehung zwischen einer jungen Frau und ihrem als personifizierter Tod auftretenden Liebhaber. Ebenso wie Schubert findet auch Antoine Jully für seine Choreografie Inspiration in Matthias Claudius’ gleichnamigem Gedicht: Der Dialog des Mädchens mit dem Tod, der ihm unbarmherzig gegenübertritt, steht im Zentrum der Kreation.

Violakonzert:  

  • Choreografie: Martin Schläpfer;
  • Musik: Konzert für Viola und Orchester, Alfred Schnittke;
  • Einstudierung: Yuko Kato;
  • Bühne/Kostüme: Thomas Ziegler;
  • Licht: Martin Schläpfer/Sofie Thyssen;
  • Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
     
  • Es tanzen: Eleonora Fabrizi, Adi Hanan, Maelenn Le Dorze, Miki Masaoka, Gabrune Sablinskaite, Marié Shimada; Timothée Cuny, Lester René González Álvarez, Oliver Jones, Floriado Komino, Herick Moreira, Gianluca Sermattei
     

Tam Tam et Percussion (DE):  

  • Choreografie/Bühne/Kostüme: Félix Blaska;
  • Musik: Pierre Cheriza Fenelus, Jean-Pierre Drouet;
  • Einstudierung: Muriel Boulay;
  • Live-Perkussion: Vincent Bauer, Adriano Tenorio;
  • Licht: Sofie Thyssen;
  • Ballettmeister*in: Carolina Francisco
  • Sorg; Antoine Jully
     
  • Es tanzen: Eleonora Fabrizi, Adi Hanan, Maelenn Le Dorze, Miki Masaoka, Gabrune Sablinskaite, Marié Shimada; Timothée Cuny, Lester René González Álvarez, Oliver Jones, Floriado Komino, Herick Moreira, Gianluca Sermattei


Der Tod und das Mädchen (UA):  

  • Choreografie/Bühne: Antoine Jully;
  • Musik: Streichquartett Nr. 14, ‚Der Tod und das Mädchen‘, Franz Schubert;
  • Kostüme: Thomas Ziegler; Licht: Sofie Thyssen;
  • Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg;
  • Dramaturgie: Telse Hahmann
  • Es tanzen: Eleonora Fabrizi, Adi Hanan, Maelenn Le Dorze, Miki Masaoka, Gabrune Sablinskaite, Marié Shimada; Timothée Cuny, Lester René González Álvarez, Oliver Jones, Floriado Komino, Herick Moreira, Gianluca Sermattei


Ventapane Quartett des Oldenburgischen Staatsorchesters

Die nächsten Vorstellungen: Sa 04.02., Do 15.02., Sa 17.02., Do 22.02.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 19 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑