Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Bauer, Gier und Beelzebub" in Gera "Bauer, Gier und Beelzebub" in Gera "Bauer, Gier und...

"Bauer, Gier und Beelzebub" in Gera

Material- und Objekttheater von Astrid Griesbach nach einer Legende von Lew Tolstoi

Premiere am 20. Februar 20.00 Uhr Kleines Theater im Zentrum Gera und am 28. Februar 19.30 Uhr Heizhaus Altenburg

„Wenn ich genügend Land hätte, so fürchtete ich niemand, nicht einmal den Teufel“, sagt der Bauer Pachom. Genau in diesem Augenblick sitzt der Teufel auf der Ofenbank: „Es ist gut“, sagt der, „ich will dir viel Land geben und dich gerade damit fangen“.

 

Der Bauer wird Gutsbesitzer, sein Sinn für Eigentum ist nun geweckt. Grenzen werden gezogen. Verträge geschlossen. Gesagt getan - und doch macht jedes Mehr an Besitz ihn nicht froh. Es gibt immer reichere Bauern als Pachom. Und da hört er von den Baschkiren, bei denen man sehr, sehr billig gutes Steppenland erwerben kann. Gegen eine kleine Summe kann man soviel Land sein Eigen nennen, wie man von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang umrundet. Und in Pachom kämpfen die Gier und die Vernunft bis aufs Blut und der Teufel lacht...

 

Lustvoll bedienen sich die Puppenspieler dieser Geschichte aus dem Jahre 1886, behaupten und verwerfen mit Dingen und Objekten das alte ferne Russland, um immer wieder ganz ins Heute und Hier zu treffen.

 

Dabei drehen und wenden sie die Geschichte, um voller Witz ein ewig menschliches Thema zu bespiegeln. Sie schaffen immer wieder andere Blickwinkel, um neu auf die Legende sehen zu können, nicht ernst doch voller Absicht.

 

Das Bühnenbild gestaltet der aus dem Kongo stammende Lambert Mousseka. Er bringt seine Sicht auf Dinge und Objekte mit ins Spiel.

 

Mit dieser Inszenierung stellt sich Astrid Griesbach als neue Leiterin des Puppentheaterensembles von Theater&Philharmonie Thüringen vor.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑