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"Berenike, Königin von Armenien - Il Vologeso" von Niccolò Jommelli, aus der Oper Stuttgart auf ARTE

Montag, 07. März 2016 um 0:25 Uhr (183 Min.). -----

Niccolò Jommelli war einer der anerkanntesten Komponisten des 18. Jahrhunderts. 1766 präsentierte er in Ludwigsburg seine Oper "Il Vologeso". Lucio Vero, römischer Feldherr, hat die Parther besiegt. Deren König, Vologeso, soll in der Schlacht gefallen sein. Lucio hat zudem Vologesos Verlobte Berenice, die Königin von Armenien, gefangen genommen ...

Komponist Niccolò Jommelli (1714-1774) schrieb bereits nach der Ausbildung in seiner Heimatstadt Neapel für die größten Opernhäuser Italiens und leitete drei Jahre die päpstliche Cappella Giulia am römischen Petersdom. Stilistisch ähnelt seine Musik am ehesten der von Christoph Willibald Gluck, weshalb er häufig der "italienische Gluck" genannt wird.

 

1753, auf der Höhe seines Ruhms, kam er an den württembergischen Hof nach Ludwigsburg, der unter Jommelli die wohl glanzvollste Periode seiner Kulturgeschichte erlebte.

 

Die Geschichte des Partherkönigs Vologeso geht auf Vologaeses IV. (ca. 148-191) zurück. Das Hauptthema der Handlung ist die Beständigkeit der Liebe im Angesicht großer Hindernisse:

 

Lucio Vero, römischer Feldherr und Mitregent des Kaisers, hat die Parther besiegt. Der König der Parther, Vologeso, soll gefallen sein. Lucio Vero hat Vologesos Verlobte Berenice, die Königin von Armenien, gefangen genommen und sich in sie verliebt. Doch Vologeso lebt noch, schleicht sich in Lucio Veros Palast ein und wird festgenommen. Den größten Teil der ersten beiden Akte verbringt Lucio Vero mit dem Versuch, Berenice zu verführen. Als Lucilla, die Tochter des römischen Kaisers und Lucio Veros Braut, mit dem römischen Abgesandten Flavio auftaucht, zettelt Flavio eine Revolte an, die in der Kapitulation Lucio Veros gipfelt. König Vologeso kommt frei und regiert wieder gemeinsam mit seiner standhaften Berenice.

 

Die Produktion stammt vom Regieteam der Oper Stuttgart, das 2013 Bellinis "Nachtwandlerin" auf die Bühne brachte: Intendant Jossi Wieler und Dramaturg Sergio Morabito.

 

Dirigent/-in: Gabriele Ferro

Inszenierung: Jossi Wieler, Sergio Morabito

Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Anna Viebrock

Kostüme: Anna Viebrock

Chor: Staatsopernchor Stuttgart

Licht: Reinhard Traub

Orchester: Staatsorchester Stuttgart

 

Mit:

Sophie Marilley (Vologeso)

Ana Durlovski (Berenike)

Sebastian Kohlhepp (Lucio Vero)

Helene Schneiderman (Lucilla)

Catriona Smith (Flavio)

Igor Durlovski (Aniceto)

 

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