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BLACKBIRD von David Harrower im Staatstheater Kassel

Premiere 17. Februar 2007, 19.30 Uhr, Schauspielhaus.

„Wie ein Gespenst, das aus dem Nichts auftaucht“ … steht Una vor Raymond. Vor 13 Jahren waren sie ein Liebespaar. Jetzt stellt die erwachsen gewordene Frau ihn, der unter neuem Namen auch ein neues Leben versucht, zur Rede.

 

 

Was ist damals wirklich geschehen? Warum wurde sie von ihm verlassen? Ein verzweifelter Versuch einer Vergangenheitsbewältigung beginnt. Wieso muss sie Tag für Tag daran denken, was damals passierte, während er mit seiner neuen Frau und einer neuen Arbeit scheinbar zufrieden leben kann?  Bohrende Fragen, verzweifelte Anklagen und hilflose Rechtfertigungen bestimmen den Dialog zwischen der jungen Frau und dem alt gewordenen Mann. Immer wieder werden die Perspektiven gedreht, kommen neue Geschichten aus der Vergangenheit hoch. Wie war es damals wirklich? Wer hat was wie erlebt? War es Liebe? War es ein Verbrechen? Wie haben die Eltern, Nachbarn, Therapeuten und Kollegen reagiert? Fremde Bilder, Positionen und Meinungen haben in all den Jahren die eigenen überlagert. Wie kann man mit der Schuld der Vergangenheit leben? „Blackbird“ ist ein sensibler Psychothriller, der auch die Fragen nach den Grenzen persönlicher Selbstbestimmung und Verantwortung stellt.

 

 

Deutsch von Angela Kingsford Röhl
Inszenierung: Schirin Khodadadian
Ausstattung: Carolin Mittler

Mit: Therese Dörr (Una) und Jürgen Wink (Raymond)

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