Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Bruder Sense und Frau U", Schauspiel von Pelikan Ônobu, Aufführung des deutsch-japanischen Theaterkollektivs EnGawa in München "Bruder Sense und Frau U", Schauspiel von Pelikan Ônobu, Aufführung des..."Bruder Sense und Frau...

"Bruder Sense und Frau U", Schauspiel von Pelikan Ônobu, Aufführung des deutsch-japanischen Theaterkollektivs EnGawa in München

Deutsche Erstaufführung: 13. März 2015, 20:30 Uhr, i-camp/neues theater münchen

Entenbachstr. 37.-----

Zum Gedenken an den 4. Jahrestag der Katastrophe in Fukushima bringt das deutschjapanische

Theaterkollektiv EnGawa das Schauspiel „Bruder Sense und Frau U“ des japanischen Autors Pelikan Ônobu im i-camp zur Aufführung.

Der aus Fukushima stammende Autor verfasste das Stück unmittelbar nach der Katastrophe, die sich am 11. März 2011 in Fukushima ereignete. Auf subtil-nüchterne Weise beschreibt Ônobu mit fiktiven und dokumentarischen Elementen die Ereignisse jener Tage, die die japanische Gesellschaft für immer vollständig veränderte.

 

Regisseurin Otone Sato übersetzte das Stück für den Verlag theatralize erstmals ins Deutsche und bringt das Schauspiel mit ihrem Kollektiv EnGawa erstmalig in Deutschland auf die Bühne.

 

ÜBER DAS STÜCK

In der Stadt in der einst Frau U lebte, wohnt Bruder Sense, der überall Zeitungsfetzen verstreut und den Ort damit unbewohnbar macht. Weiß gekleidete, zeitlos wirkende Menschen sind auf der Suche nach Frau U. Doch Verunsicherung und Orientierungslosigkeit sind groß, es gibt nicht nur eine Frau U. Für den einen ist sie eine Köchin, für die andere eine Betrügerin, für wieder eine andere eine Freundin aus der Kindheit.

 

Die Abwesenheit von Frau U wird zum Zeichen eines großen Verlusts, den die Menschen erleiden; ein Verlust, der sich nicht an Zeit und Ort, Individuum oder einer ganzer Gesellschaft festmachen lässt. Die Menschen haben dasselbe verloren und suchen doch etwas Anderes. In dieser undefinierten und gewissermaßen gegenstandslosen Suche verschwimmt die Grenze zwischen der kulturellen Vergangenheit und der unentrinnbaren Realität der Gegenwart. Es wird klar, dass das, was wir mit „Fukushima“ bezeichnen, einen Ort benennt, der einst vielen Menschen ein Heimat gewesen ist.

 

ÜBER ENGAWA

Ausgangspunkt für die künstlerische Arbeit des Münchner Theaterkollektivs EnGawa war die

Katastrophe in Fukushima. So brachte das Ensemble zu den vergangen Jahrestagen bereits die

Abende „Shinsai – Shattering Gods“, "Running SU-C“ und "idô- The Flow“ im i-camp zur Aufführung.

Weitere Informationen: www.en-gawa.de

 

Regie: Otone Sato.

Dramaturgie: Anna Katharina Setecki.

Videoprojektion: Joachim Hofer

Art Direction,

Illustration: Olga Khrutska.

Darsteller: Masako Ogura (Schauspiel), Birgit Werner (Schauspiel), Irmela Jane Purvis (Schauspiel), Christoph Dähne (Schauspiel, Ton)

 

Publikumsgespräch nach der Vorstellung am 14. März mit:

Kôjin Nishidô (japan. Theaterkritiker

), Shinya Takahashi (japan. Theaterwissenschaftler), Yasuhiro

Akai (Leiter des Tokyoter Theaterhauses „Subterranen“) und Otone Sato (Regisseurin).

 

Weitere Vorstellungen: 14. / 15. März, 20:30 Uhr

 

Tickets: € 16.- / ermäßigt € 10.-

Reservierung: Karten können unter tickets@i-camp.de reserviert werden und sind nach

Verfügbarkeit an den Veranstaltungstagen an der Abendkasse erhältlich.

 

„Bruder Sense und Frau U“ ist eine Solidaritätsveranstaltung. Eine Spendenbox zugunsten der Organisation "Fukushima Children’s Fund" steht an den Veranstaltungsabenden bereit!

 

Weitere Informationen: fukushimachildrensfund.org/english

 

„Bruder Sense und Frau U“ findet mit freundlicher Unterstützung durch icamp/neues

theater münchen statt.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑