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Can do can dance in Hamburg

16. September, 19.30 Uhr und 17. September, 11 Uhr, im Deutschen Schauspielhaus:

Hamburger Tanztage mit Royston Maldoom (Rhythm is it!)

Das Interesse an Tanz in Deutschland ist gewachsen. Seit dem großen Kinoerfolg von „Rythm is it!“, der das Educationprojekt „Le Sacre du printemps“ der Berliner Philhharmoniker und Royston Maldoom dokumentierte, gibt es viele neue Tanzprojekte an deutschen Schulen. Aber hinter dem Begriff Community Dance steckt viel mehr als Tanz in die Schulen zu bringen: Die choreographische Arbeit mit Laien hört nicht bei Kindern

und Jugendlichen auf, sondern öffnet das ganze gesellschaftliche Spektrum: Ob mit Senioren, Behinderten, Straffälligen oder Kindern, die Choreographen arbeiten mit Menschen unter allen erdenklichen politischen, religiösen und sozialen Bedingungen.

In Hamburg wird es erstmals möglich sein, dieses breite Spektrum des Commmunity Dance auszuloten, zu beobachten und zu diskutieren: Unter der künstlerischen Leitung von Royston Maldoom arbeiten fünf Choreographen aus Äthiopien, Schottland, Irland und England an Tanzproduktionen mit Hamburgerinnen und Hamburgern. In Kooperation mit verschiedenen Institutionen entstehen so neue Choreographien, die am 16. und 17. September in einer großen Gala im Deutschen Schauspielhaus aufgeführt werden. Mit Beginn der Proben gibt es die Möglichkeit zur Hospitation und während eines Wochenendsymposiums (am 26. und 27. August) sind alle Interessierten eingeladen, ihre Erfahrungen im Community Dance

auszutauschen.

Zahlreiche Workshops für Laien und Profis sowie eine Masterclass werden angeboten.

Seinen Ursprung hat diese Idee im deutschen Ausdruckstanz der 20er Jahre mit Rudolf Laban und Mary Wigman. Bereits in den vierziger Jahren beginnt Hans Snoek in Holland, sein junges Publikum in Kontakt mit dem Tanz zu bringen und in den sechziger Jahren entstehen die ersten Projekte in den USA mit dem New York City Ballet. In England ist es maßgeblich der britische Tänzer und Choreograph Royston Maldoom, der die Community Dance Szene begründet. Seitdem erarbeitet er in allen Teilen der Welt Choreographien:

Mitten im Bosnienkrieg, am Ende der Apartheid in Südafrika, im Dauerkonflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland, mit Gefängnisinsassen, Straßenkindern und behinderten Menschen.

Die Projekte im Überblick:

· Grundschüler (Choreographie von Mags Byrne/Ganztagsschule St. Pauli)

· Behinderte Menschen (Choreographie von Janice Parker/Elbe Werkstätten GmbH)

· Männliche Jugendliche ohne Schulabschluss (Choreographie von Royston Maldoom/Grone Netzwerk

Hamburg GmbH)

· Senioren (Choreographie von Susannah Broughton und Mekbul Jemal/ Seniorenbildung Hamburg e.V.

und VHS West)

· Junge Migrantinnen (Choreographie von Tamara McLorg)

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