Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
CARMEN Oper von Georges Bizet im im Landestheater LinzCARMEN Oper von Georges Bizet im im Landestheater LinzCARMEN Oper von Georges...

CARMEN Oper von Georges Bizet im im Landestheater Linz

Premiere am Samstag, 24. Mai 2014 um 19.30 Uhr im Großen Saal, Musiktheater am Volksgarten. -----

 

"Ein in höchstem Maße unmoralisches Werk", so urteilte die Pariser Presse nach der gedämpften

Aufnahme der Uraufführung von Georges Bizets letztem Werk Carmen an der Opéra-Comique

am 3. März 1875.

Die teilweise schockierte Reaktion des Publikums bezog sich auf das skandalöse Sujet der Oper. Eine Hauptperson, die skrupellos, zügellos und unmoralisch ihr Leben führt und eine Handlung, die in das Schmugglermilieu und damit in die Randzonen der Gesellschaft führt: Der brave Sergeant Don José verliebt sich in die Zigeunerin Carmen. Hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft und seinen militärischen Pflichten entscheidet er sich für Carmen und folgt ihr in die Berge, um Teil einer Schmugglerbande zu werden. Je mehr Carmens Liebe erkaltet, desto größer wird Josés Eifersucht. Sie verlässt Don José und wendet sich dem nächsten zu: dem berühmten Stierkämpfer Escamillo. Vor der Arena, in der sie Escamillo zujubeln will, tritt José ihr schließlich ein letztes Mal entgegen

 

Der französische Komponist Georges Bizet studierte bereits mit 10 Jahren am Pariser Konservatorium, vor allem bei Jacques Fromental Halévy, der später auch sein Schwiegervater wurde. Frühe Opern

waren „Les pecheurs des perles" (1863) und "La jeune fille de Perth" (1867). Den ersten grossen

Erfolg hatte er 1872 mit der Suite "L'Arlésienne", neben Opern komponierte er auch Orchestermusik, Kirchenmusik, Klavierstücke und Lieder. 1875 wurde seine Oper Carmen uraufgeführt. Er starb wenige Monate nach der mit nur mäßigem Erfolg aufgenommenen Uraufführung. Erst die Wiener Erstaufführung im Oktober 1875 brachte den Durchbruch und begründete den Weltruhm von Carmen. Bizet erlebte den Erfolg seines Werkes nicht mehr.

 

ELMAR GOERDEN

Geboren am 29.3.1963 in Viersen, Rheinland. Studium der Kunstgeschichte, Anglistik und Theaterwissenschaft in Köln, England und New York, wo er 1988 einen Master-of-Arts- Abschluss machte. 1991-1994 war Elmar Goerden Regieassistent an der Berliner Schaubühne bei Regisseuren wie Andrea Breth, Luc Bondy, Robert Wilson und Peter Stein. Am Staatstheater Stuttgart arbeitete er zuerst als Gast, dann als fester Hausregisseur, von 1995 bis 2000. Bekannt wurde er gleich mit seiner zweiten Regiearbeit, der Inszenierung von Karl Philipp Moritz' Blunt oder Der Gast, dass 1996 auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. 1995 wurde er mit dem Gertrud-Eysoldt-Preis für Junge Regisseure ausgezeichnet. Dieter Dorn holte ihn ans Bayerische Staatsschauspiel München, wo er 2001-2004 Oberspielleiter war. Im Jahr 2004 inszenierte Elmar Goerden Eugene O'Neills Eines langen Tages Reise in die Nacht bei den Salzburger Festspielen. Von der Spielzeit 2005/2006 bis zum Ende der Spielzeit 2009/2010 war er Intendant am Schauspielhaus Bochum, als Nachfolger von Matthias Hartmann. Es folgten die Operninszenierungen Le Nozze di Figaro (2010), Wozzeck (2011) und Manon (2013) am Theater Basel. John Gabriel Borkman war seine erste Arbeit in Wien für das Theater in der Josefstadt. Zuletzt übernahm Elmar Goerden die Regie bei Vor dem Ruhestand in der Josefstadt.

Neben seinen Inszenierungen findet auch Elmar Goerdens Arbeit als bildender Künstler zunehmend Beachtung. So war er Gast der bedeutenden Villa Massimo in Rom, sowie Malerei Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Mit Carmen inszeniert er nun erstmals am Landestheater Linz.

 

DANIEL LINTON-FRANCE

Der gebürtige Australier Daniel Linton-France sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen im Domchor „St. Marys“ seiner Heimatstadt Sydney. Nach dem Besuch des dortigen Konservatorium-Gymnasiums, wo er Unterricht in Klavier, Cembalo, Horn, Komposition und Dirigieren erhielt, studierte er Klavier bei Christoph Lieske und Dirigieren bei Dennis Russell Davies und Jorge Rotter an der Universität Mozarteum in Salzburg und schloss sein Studium dort mit dem Mag. Artium ab. Am Nordharzer Städtebundtheater sowie am Staatstheater Braunschweig war er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung, Studienleiter und Kapellmeister engagiert und ist seit der Spielzeit 2009/2010 nun am Landestheater Linz. Bei den Tiroler Festspielen Erl war er Studienleiter für Wagners Ring der Nibelungen, Tristan und Isolde, Parsifal, Die Meistersinger von Nürnberg sowie Elektra und Guntram von Richard Strauss. Als Studienleiter wirkte er ebenso beim Carinthischen Sommer und beim Festival di Mayo Guadalajara (Mexiko). In Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Australien, Mexiko und in der Schweiz ist er als Dirigent, Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter aufgetreten und arbeitete mit dem Orchester der Tiroler Festspiele, dem European Festival Orchestra, dem Haydn Orchester Bozen, dem Ensemble Risognanze, Milan, Concierto München, der Filharmonica Marchigiana und dem SBS

Orchester, Sydney. Als Komponist schrieb er für Theater, Chor und verschiedene Instrumentalkombinationen. Er ist Preisträger beim „Int. Wettbewerb Schubert und die Moderne“ 2003, Graz.

 

MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Linton France/Marc Reibel/Daniel Spaw

INSZENIERUNG Elmar Goerden

BÜHNENBILD Ulf Stengl, Silvia Merlo

KOSTÜME Laura Clausen

DRAMATURGIE Thomas Barthol

 

CARMEN, Zigeunerin Katerina Hebelkova, Bernadett Fodor

DON JOSÉ, Sergeant Pedro Velázquez Díaz, Marcelo Puente

ESCAMILLO, Toreador Seho Chang, Martin Achrainer

MICAELA, ein Bauernmädchen Myung Joo Lee, Mari Moriya

ZUNIGA, Leutnant Dominik Nekel, Nikolai Galkin

MORALES, Sergeant Franz Binder, Ulf Bunde

FRASQUITA, Zigeunerin Gotho Griesmeier, Elisabeth Breuer

MERCÉDÈS, Zigeunerin Martha Hirschmann, Inna Savchenko

DANCAIRO, Schmuggler Matthäus Schmidlechner, Jacques le Roux

REMENDADO, Schmuggler Sven Hjörleifsson, Iurie Ciobanu

 

Premierenbesetzung ist erstgereiht

 

Chor und Extrachor des Landestheaters Linz

Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz

Statisterie des Landestheaters Linz

Bruckner Orchester Linz

 

Weitere Termine 27. Mai; 2., 5., 10., 13., 15.. 17., 21., 25. und 30. Juni; 2. Juli, 2014 jeweils

19.30 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 26 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑