Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
CHOREOGRAPHIE AUS STUTTGART: GOECKE / LEE / SCHOLZ / BREINER / VOLPICHOREOGRAPHIE AUS STUTTGART: GOECKE / LEE / SCHOLZ / BREINER / VOLPICHOREOGRAPHIE AUS...

CHOREOGRAPHIE AUS STUTTGART: GOECKE / LEE / SCHOLZ / BREINER / VOLPI

Premiere am 14. März 2008, Schauspielhaus, 19:30 Uhr

 

Der neue Ballettabend zeigt in Stuttgart uraufgeführte Werke von Choreographen der jungen Generation und bietet einen Einblick in die Vielfalt und das künstlerische Potenzial choreographischen Schaffens beim Stuttgarter Ballett.

Stuttgarts Ruf als nicht nur tänzerischer sondern auch choreographischer Talentpool besteht seit den Tagen John Crankos. In der Reihe „Junge Choreographen“ der bereits 1958 gegründeten Stuttgarter Noverre-Gesellschaft bot sich auch für Tänzer der Compagnie die Gelegenheit, sich als Choreographen auszuprobieren. Zur ersten Generation der hier entdeckten und geförderten Nachwuchstalente gehörten William Forsythe, Jiří Kylián und John Neumeier. In jüngerer Zeit wurden die „Jungen Choreographen“ unter anderem für Daniela Kurz, Christian Spuck, Douglas Lee und Marco Goecke zum Sprungbrett in internationale Karrieren. Aktuell beweisen die ersten Choreographien von Bridget Breiner und Demis Volpi, dass die Impuls

gebende Kraft dieses besonderen Ortes nach wie vor wirkt.

 

Bemerkenswert ist die große stilistische Bandbreite im Schaffen der „Stuttgarter“ Choreographen, die sich wohl kaum auf einen gemeinsamen ästhetischen Nenner bringen lassen oder dem Vorbild eines bestimmten Meisters verpflichtet wären. Was sie eint ist die Verwurzelung ihrer Tanzsprachen im klassischen Vokabular, dessen Möglichkeiten sie allerdings auf höchst unterschiedliche Weise ausreizen. Diese Vielfalt macht der neue Ballettabend mit fünf Werken erlebbar, darunter zwei Uraufführungen: Douglas Lee choreographiert sein neues Ballett Leviathan zu Musik von Steve Reich und Frank Henne für fünf Tänzerinnen und vier Tänzer der Compagnie. Hauschoreograph Marco Goecke erarbeitet seine Kreation Alben mit zwei Tänzerinnen und drei Tänzern und wendet sich musikalisch erstmals dem Jazz zu. Vervollständigt wird das Programm durch die beiden jüngsten Noverre-

Kreationen von Bridget Breiner und Demis Volpi sowie Uwe Scholz’ 1996

uraufgeführte Notations I-IV. Der 2004 im Alter von nur 45 Jahren verstorbene

Scholz, gehörte zur mittleren Generation der von Stuttgart geprägten

Tanzschaffenden. Im Alter von 37 Jahren präsentierte er hier 1996 die Uraufführung des für Vladimir Malakhov geschaffenen Solos Notations I-IV.

 

CHOREOGRAPHIE AUS STUTTGART:

GOECKE / LEE / SCHOLZ / BREINER / VOLPI

 

Leviathan

Choreographie Douglas Lee

Musik Steve Reich Sextet, Frank Henne

Choreographische Assistenz Birgit Deharde

Ausstattung Ines Alda

Uraufführung 14. März 2008, Stuttgarter Ballett

 

Sirs

Choreographie Bridget Breiner

Musik Joseph Hathaway, Charles Kingsley The Young Knight; Interpretin: Nina

Simone

Uraufführung 29. Juni 2007, Junge Choreographen der Noverre-Gesellschaft

 

swish

Choreographie Demis Volpi

Musik Howard Skempton Surface tension I; Skin You’ve Made Your Bed

Musikcollage Frank Bürger

Kostüme Michaela Springer

Uraufführung 29. Juni 2007, Junge Choreographen der Noverre-Gesellschaft

 

Notations I-IV

Choreographie Uwe Scholz

Musik Pierre Boulez, Notations I-IV

Bühne und Kostüme Uwe Scholz

Einstudierung Thierry Michel

Uraufführung 09. Oktober 1996, Stuttgarter Ballett

 

Alben

Choreographie Marco Goecke

Musik Miles Davis My Funny Valentine, Ludwig van Beethoven An die ferne

Geliebte, op. 98

Choreographische Assistenz Rolando D’Alesio

Bühne und Kostüme Michaela Springer

Licht Udo Haberland

Dramaturgie Anja von Witzler

Uraufführung 14. März 2008, Stuttgarter Ballett

Kartentelefon: 0711. 20 20 90

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑