Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Così fan tutte oder Die Schule der Liebenden" von Wolfgang Amadeus Mozart, Komische Oper Berlin"Così fan tutte oder Die Schule der Liebenden" von Wolfgang Amadeus Mozart,..."Così fan tutte oder Die...

"Così fan tutte oder Die Schule der Liebenden" von Wolfgang Amadeus Mozart, Komische Oper Berlin

Premiere 3.11.2013, 18.00 Uhr. -----

In Mozarts rasantem Kammerspiel Così fan tutte steht die Treue auf dem Prüfstand: Zwei junge Paare müssen erkennen, dass es in der Liebe keine Garantie gibt. Die Freunde Guglielmo und Ferrando wähnen sich sicher, von ihren Verlobten geliebt zu werden. Don Alfonso dagegen wettet, dass keine Frau treu sein kann. Topp, die Wette gilt!

 

 

Zum Schein werden Guglielmo und Ferrando zum Militär eingezogen. In Verkleidung kehren sie zurück und werben um die Braut des jeweils anderen. Das Experiment »glückt« …

 

Ein Jahr nach der Französischen Revolution zeigte Mozart mit Così fan tutte, dass nicht nur politische Ordnungen, sondern auch soziale Grundpfeiler wie die Ehe ins Wanken geraten können – ein Zündstoff, der das Werk aus moralischen Gründen lange Zeit ins Abseits drängte. Dafür gilt Così fan tutte heute als eine der schärfsten und modernsten Kompositionen Mozarts.

 

Der lettische Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Alvis Hermanis, einer der vielseitigsten Theater-Erneuerer unserer Tage, blickt in seiner dritten Opernregie hinter den schönen Schein der Liebe und entlarvt sie als Projektionsfläche unserer eigenen Wünsche.

 

Über Gemälde aus der Zeit des Rokoko schlägt Alvis Hermanis in seiner Inszenierung eine Brücke zwischen uns und der irisierenden Erotik des 18. Jahrhunderts – eine Archäologie des Sentiments, die einen frischen Blick auf dieses ebenso verstörende wie befreiende Werk wirft.

Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer (außer bei Premieren und Sonderveranstaltungen).

 

Dramma giocoso in zwei Akten (1790)

Libretto von Lorenzo Da Ponte

Deutsche Textfassung von Georg Schünemann, eingerichtet von Götz Friedrich

 

Musikalische Leitung Henrik Nánási

Inszenierung Alvis Hermanis

Bühnenbild Uta Gruber-Ballehr

Kostüme Eva Dessecker

Dramaturgie Pavel B. Jiracek

Licht Diego Leetz

Video Ineta Sipunova

 

Besetzung

Fiordiligi Nicole Chevalier, Brigitte Geller

Dorabella Karolina Gumos, Theresa Kronthaler

Guglielmo Dominik Köninger, Günter Papendell

Ferrando Aleš Briscein, Stefan Cifolelli

Despina Mirka Wagner, Cornelia Zink

Don Alfonso Tom Erik Lie, Stefan Sevenich

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑