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Daniele Gatti wird Chefdirigent am Opernhaus Zürich

Der italienische Dirigent Daniele Gatti wird neuer Chefdirigent am Opernhaus Zürich. Der 1961 geborene Musiker gilt als einer der profiliertesten Dirigenten seiner Generation. Der Vertrag gilt für die drei kommenden Spielzeiten.

 

In seiner ersten Spielzeit gibt Daniele Gatti mit einem Philharmonischen Konzert und der Neueinstudierung von Richard Strauss´ "Elektra" (Premiere am 23. Januar 2010) in Zürich seinen Einstand als Chefdirigent. Er dirigiert an ca. 10 Abenden.

 

In der zweiten Spielzeit folgen “Falstaff“ (Verdi) und “Parsifal“ (Wagner), und Gatti wird zwei Philharmonische Konzerte dirigieren. Insgesamt übernimmt er an ca. 20 Abenden die musikalische Leitung.

 

In der dritten Spielzeit dirigiert Daniele Gatti in Zürich dann drei grosse Neuproduktionen: “Die Meistersinger von Nürnberg“ (Wagner), “Otello“ (Verdi) und ein drittes Werk, das laut Opernintendant Alexander Pereira „ein Werk sein wird, das in Zürich seine Uraufführung erlebte – mehr wird noch nicht verraten.“

 

Daniele Gatti dirigiert ausserdem drei Philharmonische Konzerte. Mit dann insgesamt ca. 30 Abenden am Pult des Orchesters der Oper Zürich wird die Präsenz von Gatti in Zürich ihren Höhepunkt erreichen.

 

Daniele Gatti

 

Daniele Gatti ist seit September 2008 als Nachfolger von Kurt Masur Chefdirigent des Orchestre National de France. Seit 1996 ist er überdies Chefdirigent des Royal Philharmonic Orchestra, dem er ab September als Conductor Laureate verbunden bleiben wird. Von 1992 bis 1997 war er Chefdirigent des Orchestra dell‘Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, von 1994 bis 1997 Erster Gastdirigent am Royal Opera House Covent Garden und von 1997 bis 2007 Direktor des Teatro Comunale di Bologna. Daniele Gatti ist Accademico der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. 2005 wurde ihm von der Vereinigung der italienischen Musikkritiker der Premio Abbiati verliehen.

 

Als Gastdirigent leitete Daniele Gatti einige der angesehensten Orchester der Welt. Regelmäßig dirigiert er die Wiener Philharmoniker, das Koninklijk Concertgebouworkest, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, das Orchestra Filarmonica della Scala, das New York Philharmonic, das Boston Symphony Orchestra und das Chicago Symphony Orchestra. Eine besonders enge Beziehung verbindet ihn mit der Wiener Staatsoper und dem Mailänder Teatro alla Scala. An der Wiener Staatsoper leitete er einige Neuproduktionen: 2002 Verdis «Simon Boccanegra», 2006 Schönbergs «Moses und Aron» und Verdis «Otello», 2007 Mussorgskis «Boris Godunow». 2009 wird er an diesem Haus eine Neuproduktion von Verdis «Macbeth» dirigieren. Am Teatro alla Scala dirigierte er 2007 Wagners «Lohengrin» und 2008 Bergs «Wozzeck». Mit dem Orchester und dem Chor der Oper Zürich führte er 2008 mit grossem Erfolg Verdis «Requiem» auf. 2008 dirigierte er zum Auftakt der Bayreuther Festspiele eine gefeierte Neuproduktion von Wagners «Parsifal».

 

Einer der Höhepunkte der aktuellen Saison war für Daniele Gatti sein erstes Konzert als Chefdirigent des Orchestre National de France im Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Während der gesamten Saison gab und gibt er mit diesem Orchester eine ganze Reihe von Konzerten in Paris und in ganz Europe. Als Gastdirigent eröffnete er die Konzertsaison am Teatro alla Scala in Mailand, gefolgt von einer Europa-Tour mit dem Orchestra Filarmonica della Scala, die ihn u. a. in den Wiener Musikverein führte. Außerdem kehrt er zum Koninklijk Concertgebouworkest, zu den Wiener Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern und zum Chicago Symphony Orchestra zurück und dirigiert Konzerte des Royal Philharmonic Orchestra.

 

Im Dezember 2008 eröffnete Daniele Gatti mit einer Neuproduktion von Verdis «Don Carlo» die Saison am Teatro alla Scala. Im Juni debütiert er mit einer Neuproduktion von Verdis «Aida» an der Bayerischen Staatsoper. Im August kehrt er mit «Parsifal» zu den Bayreuther Festspielen zurück.

 

Daniele Gatti hat Werke von Rossini, Mahler, Prokofjew, Bartók und Respighi sowie die 4., 5. und 6. Symphonie von Tschaikowsky aufgenommen.

 

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