das european grouptheater

Leitung: Ricky May

Produktion "Die Welle"

Die Idee: Das “GROUP THEATRE” war, als Kurt Weill nach Amerika floh, eine von drei Direktoren - nämlich Lee Strasberg, Cheryl Crawford und Herold Clurman - geleitete Organisation, die dafür stand, die vielversprechendsten, interessantesten, innovativen Künstler - Theatererneuerer, Schriftsteller, Komponisten, Schauspieler, Sänger, Musiker, Maler usw. - an sich zu binden bzw. für eine Mitarbeit zu gewinnen. Hierzulande ist wenig bekannt, dass Kurt Weill mit Hilfe des “GROUP THEATREs” seine Idee von einer neuen amerikanischen Oper verwirklichen konnte. Ein Ziel, dass er ein Leben lang verfolgte und dafür viele hohe Auszeichnungen erhielt. Er schuf mit Hilfe des “GROUP THEATREs” eine neue Form des Musiktheaters.

Das war in den 30er Jahren!

Jetzt sind wir wieder gesellschaftlich an einem Punkt angekommen, wo Änderungen notwendig sind. Wir sind noch immer zu stark mit den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der 60er Jahre beschäftigt, nämlich der Bürgerlichkeit die biedere Maske herunterzureißen. Dies war eine erforderliche Reaktion nach zwei Weltkriegen. Es war erforderlich der Gesellschaft ein neues Bewusstsein zu geben.

Heute in der Zeit der Globalisierung, im Zeichen der EU-Erweiterung ist es dringend notwendig den einzelnen Menschen seelisch zu stärken, womit nicht Egoismus gemeint sein kann, den gerade gilt es ja zu bekämpfen. Nur, wenn jeder einzelne Mensch in sich selbst eine ethisch gestärkte Urteilskraft entwickeln kann, sind wir in der Lage die Zukunft zu bewältigen.

Diese ethisch gestärkte Urteilskraft, unsere innere Werteskala können wir nur durch Kultur und Kunst erreichen!

Leitung:

Ricky May begann ihre Laufbahn mit 16 Jahren als Tänzerin an der Wiener Volksoper und vertrat Österreich bei der “Freestyle World Championship” in London, wo sie den 5. Platz für Österreich errang. Mit 18 Jahren debütierte sie als Schauspielerin im TV-Theater in dem Stück “Walzer der Toreros” (Anouilh) und wurde an die Josefstadt engagiert. Ihre Schauspielausbildung hatte sie bei Dorothea Neff und Eva Zilcher absolviert. Im Theater der Josefstadt blieb sie 4 Jahre und spielte Hauptrollen wie die “Delfine” im “Konzert” von Bahr

Neben Produktionen, die u.a. laufend im Theater "Tribüne" in Wien gezeigt werden, sind Projekte mit Jugendlichen ein wichtiger Bereich der Aktionen der Gruppe

Die Ursache

„Die Gesellschaft muss ihr Unterrichtssystem ändern, wenn sie sich ändern will, weil sie, wenn sie sich nicht ändert und einschränkt und zum Großteil abschafft, bald an ihrem sicheren Ende ist. Aber das Unterrichtssystem muss grundlegend geändert werden, es genügt nicht, immer wieder nur da und dort etwas zu ändern, alles gehört an unserem Unterrichtssystem geändert, wenn wir nicht wollen, dass die Erde nur mehr noch von unnatürlichen und von Unnatur zerstörten und vernichteten Menschen bevölkert ist.“

(Thomas Bernhard)

Die Problematik, die hier von Thomas Bernhard zur Sprache gebracht wird, nämlich, dass unser „Lernen“ eigentlich ausschließlich über den Intellekt statt findet und dadurch Türen für lebensnotwendige Räume nicht geöffnet werden, kann nicht alleine von der Schule gelöst werden.

Unser Leben, die Gesellschaft hat sich dahin entwickelt, dass eigentlich niemand mehr die Zeit hat dieser Anforderung gerecht zu werden. Lehrer müssen den Lehrplan meistern, die Eltern sind berufstätig usw. übrig bleiben Kinder und Jugendliche in einer sprachlosen Welt, in der Computer und TV die Oberhand gewinnen.

Später in die Berufswelt entlassen, sehen sie sich konfrontiert mit den Bedürfnissen der Wirtschaft mit geforderter Flexibilität, Projekt bezogener Anstellungen, geforderte Kreativität. Was nun?

Den ersten Eindruck eines Menschen vermitteln die Sprache, die Körpersprache, Präsentationsfähigkeit, Phantasie, zuhören können und Wahrnehmung des Gegenübers. Das alles aber wurde nicht gelehrt, obwohl der Kopf voll mit Wissen ist.

Wie oft haben wir erfahren, dass in vielen Fällen die besten Studenten nicht zu Vorträgen entsandt werden können, weil sie diese Aufgabe oft rein sprachlich nicht bewältigen können. Beispiele dieser Art könnten bis ins unendliche fortgesetzt werden.

Diesen Mängeln gilt es nun Abhilfe zu schaffen, und ich sehe darin eine Aufgabe, die ich gerne von der künstlerischen Seite her in Angriff nehmen möchte. Die Kunst muss diese Aufgabe, die nur durch sie, durch die Kunst, gelöst werden kann, aufgreifen und Hilfestellung geben. Nur über die Kunst lösbar deshalb, weil der Ansatz auf gar keinen Fall wieder über den Intellekt kommen darf. Es müssen nämlich diese noch verschlossenen Räume – Seelenräume - geöffnet werden, denn nur dann findet wirkliches Lernen statt und wir haben die Chance uns Fähigkeiten zu erarbeiten, die für unsere Zukunft lebensnotwendig sind. (Ricky May)

Das Projekt

.)1 Schauspielproduktion jährlich

) Jugendliche erarbeiten die Produktion mit renommierten Künstlern

.) Stückauswahl: von der Klassik bis zur Moderne, sowie Auftragswerke

.) Anmeldung für alle Jugendliche ab dem 14 Lebensjahr möglich; keine

Teilnehmeranzahlbeschränkung

.) Premierenaufführungsort: die Sommerfestspielbühne Perchtoldsdorf

.)Tournee durch die vier Vierteln Niederösterreichs

.) Vorstellungsanzahl: 2008 ......ca. 10 - 15 Vorstellungen in ganz NÖ

1 – 2 Vorstellungen in Wien (Volkstheater)

1 – 2 Vorstellungen Burgenland

.) Die Ausschreibung erfolgt jährlich neu; die Company wird jährlich neu formiert

.) Die Ausschreibung erfolgt durch das european grouptheater unterstützt durch

Medien, den Raiffeisen Jugendclub und den Landesschulrat NÖ

Die Arbeit

.) Durch die Arbeit an den „Figuren“ erfahre und lerne ich mehr über mich selbst und

über andere; ich erlebe ein Schicksal

.) Kreatives Potential wecken und entdecken durch Schauspiel, Gesang, Tanz u.

Musik

.) intensive Auseinandersetzung mit Texten von der Klassik bis zur Modernen

.) intensives Sprachtraining

.) Training am Vortrag

meine Stimme

die Atmung

der Sprachrhythmus

die Sprachdynamik

Töne richtig „abnehmen“; d. h. wirklich zuhören und antworten

.) die Körpersprache

spiele ich einen König oder einen Bettler

wie trete ich auf; die Präsentation

„Umgangsformen“ die für meine Rolle wesentlich sind (König, Bettler)

die Mimik – demütig, fordernd, offen usw.

.) echtes Verstehen der Worte; „Subtext“; was muss als Gedanke meinen Worten

zugrunde liegen – in mir „leben“ intellektuell und emotional – um mein Anliegen

richtig vermitteln zu können

.) tiefe Verbindung mit der Thematik; die Bereitschaft sich auf etwas mit „Haut und

Haaren“ einzulassen; nur so kann ich mein Publikum überzeugen; nur so bin ich

wirklich wahrhaftig

.) soziales Miteinander – ein ganz wesentlicher Aspekt bei dieser Arbeit

.) die Wahrnehmung – ebenso ein ganz wesentlicher Aspekt in dieser Arbeit

.) wie fühle ich mich -

wie verändert mich Kostüm und Maske

.) die Leistung auch vor einem großen Publikum zu erbringen

Das Ziel

Den Jugendlichen durch diese Arbeit mit der Kunst bei ihrer Persönlichkeits-entwicklung geholfen zu haben

Sprache, Wortschatz, Präsentationstechnik, das Auftreten, vor einem großen Publikum „bestanden“ zu haben – wird dazu beitragen.

Alles in allem eine gelungene Aufführung!

Bereits erzielte Erfolge durch Theaterarbeit mit Jugendlichen

Einige Beispiele

Der Erfolg der Jugendtheatercompany NÖ 2006- 2007 in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung der Ensemblemitglieder; weiters – seit 2006 setzten sich rund 10.000 Jugendliche (Zuschaueranzahl der beiden Jahre) intensiv mit wichtigen Themen aus dem Weltgeschehen auseinander – dies wurde durch den Besuch der Vorstellung und durch Vor- und Nachbesprechungen - durchgeführt vom european grouptheater – erreicht.

Interaktives Theater an einem Wiener Gymnasium

Die Leistungen in Deutsch haben sich außerordentlich verbessert; Die gesamte Klasse ( 4 Gymnasium) schrieb ihre bisher beste Deutsch Schularbeit. Ein noch nie da gewesenes Niveau war plötzlich möglich geworden

Einbindung in Theateraufführungen

Positive Persönlichkeitsentwicklung

Psychisch instabiler Schüler – Festigung der Persönlichkeit und seiner Psyche

Eine dickliche Schülerin, die bisher immer ausgegrenzt wurde entpuppte sich als unglaubliches Schauspielertalent; sie war ab diesem Moment der absolute Mittelpunkt

kontakt@europeangrouptheater.com

T: 0664/42 46 454 european grouptheater

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