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Das Kurt-Weill-Musical LADY IN THE DARK im Staatstheater Mainz

die Premiere am 17. Mai 2014 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Die Abschiedsproduktion von Matthias Fontheim am Ende seiner achtjährigen Intendanz am Staatstheater Mainz unter Beteiligung von Sängern, Schauspielern und Balletttänzern!

 

„Amerikanischer Traum“ und große Depression: Liza, die erfolgreiche Chefredakteurin eines Mode-Magazins, fühlt sich ausgebrannt und versucht in einer psychoanalytischen Sitzung dem Grund für ihre Schwermut auf die Spur zu kommen. Mit dem Schleier, der über einigen unbewussten Aspekten ihres Lebens liegt, öffnet sich auch der Vorhang für das Musical „Lady in the Dark“. Ein Lied aus ihrer Kindheit ertönt („My Ship“), das sich im weiteren Verlauf immer deutlicher herauskristallisiert und schließlich zum Wegweiser für ein Leben in Freiheit wird. Vier Traumstationen – „Glamour Dream“, „Wedding Dream“, „Circus Dream“ und „Childhood Dream“ – fügen sich zum Panorama des Showbusiness und zum Porträt einer Frau, die ebenso im Rampenlicht ihrer Erfolge wie im Schatten schmerzlicher Erinnerungen steht.

 

Über die Zwischenstation Paris war Kurt Weill 1935 nach New York emigriert, 1943 sollte er die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen. Weill identifizierte sich mit dem amerikanischen Freiheitsversprechen und knüpfte emphatisch an die Tradition des Musicals an: „Lady in the Dark“ wurde 1941 sein erster großer Broadway-Erfolg. Mit der genialen, hintersinnigen Verknüpfung von „Amerikanischem Traum“ und Psychoanalyse brachte das Autoren-Team eine Geschichte auf die Bühne, die am Puls der Zeit war. Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Erkenntnisse Sigmund Freuds intensiv in Amerika rezipiert worden. Nicht zuletzt durch die Einwanderung bedeutender europäischer Psychoanalytiker in den 30er Jahren wurde die Psychoanalyse zu einer wichtigen Institution für die Alltagsbewältigung der amerikanischen Eliten. Auf der Couch wurden die Schattenseiten des „amerikanischen Traums“ sichtbar und Schäden im Selbstbild der Leistungsgesellschaft repariert.

 

Ein Broadway-Musical, Inbegriff amerikanischen Entertainments, Hybrid aus Hochleistungskunst und Weltflucht, wird bei Weill, Hart und Gershwin zum Medium der Analyse. Das ist ein Aspekt dieses ebenso glamourösen wie witzigen, energiegeladenen wie melancholischen Geniestreichs des Amerikaners Kurt Weill.

 

LADY IN THE DARK

Buch von Moss Hart

Gesangstexte von Ira Gershwin

Musik von Kurt Weill

Deutschsprachige Fassung von Roman Hinze

 

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia

Regie: Matthias Fontheim

Bühne: Stefan Heyne

Kostüme: Valerie Hirschmann

Choreographie: Richard Weber

 

Liza Elliott: Pascale Pfeuti

Charley Johnson: Hendrik Richter (a.G.)

Kendall Nesbitt: Gregor Trakis

Randy Curtis: Stefan Walz

Dr. Alexander Brooks: Marcus Mislin

Russel Paxton: Ks. Jürgen Rust

Maggie Grant: Nicole Kersten

Alison: Friederike Bellstedt (a.G.)

Elinor Foster: Nina Tomczak (a.G.)

Ben Butler: Mathias Spaan

Ms. Stevens/Barbara Joyce: Talisa Schmid*

Ms. Bowers: Nadja Blank

u.a.

 

Chor, Jugendclub und Statisterie des Staatstheaters Mainz

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

 

Weitere Termine: 22.Mai, 3. Juni, 13. Juni, 15. Juni, 19. Juni, 24. Juni, 2. Juli, 5. Juli (zlM)

 

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