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DAS SPIEL VON SEELE UND KÖRPER (RAPPRESENTAZIONE DI ANIMA E DI CORPO) von Emilio de’ Cavalieri / Klaus Lang (* 1971) - Oper FrakfurtDAS SPIEL VON SEELE UND KÖRPER (RAPPRESENTAZIONE DI ANIMA E DI CORPO) von...DAS SPIEL VON SEELE UND...

DAS SPIEL VON SEELE UND KÖRPER (RAPPRESENTAZIONE DI ANIMA E DI CORPO) von Emilio de’ Cavalieri / Klaus Lang (* 1971) - Oper Frakfurt

Premiere / Frankfurter Erstaufführung am 29. Juni 2013, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot. -----

Uraufführung der Fassung mit musikalischen Ergänzungen fulgur harmoniae. von Klaus Lang als Auftragswerk der Oper Frankfurt

Der italienische Komponist Emilio de’ Cavalieri (1550-1602) entstammt einer römischen Adelsfamilie. Als ausgebildeter Organist wirkte er anfangs in seiner Heimatstadt, bevor ihn 1588 der Ruf an den florentinischen Hof Ferdinando de Medicis ereilte. Dort war er als eine Art Koordinator maßgeblich daran beteiligt, die Pläne seines Herrn umzusetzen, welcher Florenz zu einem Zentrum der Künste machen wollte. Neben der hemmungslosen Pracht, die Cavalieri in Florenz erlebte, prägte ihn auf der anderen Seite aber auch – vor allem in seinen letzten Lebensjahren – die asketische Bruderschaft des heiligen Filippo Neri, in deren Räumlichkeiten Aufführungen der Rappresentazione stattfanden.

 

Cavalieri gilt als Repräsentant sowohl der ausgehenden Renaissance als auch des darauf folgenden Frühbarock. Lange wurde sein Werk Das Spiel von Seele und Körper als Oratorium bezeichnet, wobei man damit außer Acht ließ, dass der Komponist selbst ausdrücklich eine szenische Aufführung vorgesehen hatte. Der vorherrschende rezitativische Stil zieht seine Spannung aus der Abwechslung von Chor- und Solopassagen, von hohen und tiefen Stimmen sowie von ernsten und heiteren Elementen. Somit sieht die jüngere Forschung in dem Werk eine der ersten vollständigen Opern der Musikgeschichte.

 

In Frankfurt ist Cavalieris Oper nach ihrer Wiederentdeckung Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals zu erleben. Sie erklingt zudem in einer Uraufführung der Fassung mit musikalischen Ergänzungen fulgur harmoniae. des österreichischen Komponisten Klaus Lang (* 1971) als Auftragswerk der Oper Frankfurt.

 

Das Spiel von Seele und Körper hat keine ausgesprochene Handlung. Vielmehr diskutieren die in ihm vorkommenden allegorischen Figuren wie „der Körper“, „die Seele“, „das Vergnügen“, „die Zeit“, „der Geist“ und „der gute Rat“ die Frage, wie ein von Glück und Frieden erfülltes Leben zu führen sei. Dabei werden im Rahmen der Auseinandersetzung zwischen „Seele“ und „Körper“ der Himmel und das irdische Leben als Alternativen nebeneinander gestellt, während „Geist“ und „guter Rat“ das Paradies und die Hölle gegeneinander abwägen. Es erübrigt sich festzustellen, wer am Ende den Sieg davonträgt...

 

Michael Form gilt als einer der besten Blockflötisten der Gegenwart. Seit 2002 tritt er auch als Dirigent in Erscheinung und ist darüber hinaus insbesondere der Schola Cantorum Basiliensis (Basel) verbunden. Er gibt mit dieser Neuproduktion sein Frankfurt-Debüt, genauso wie der junge Berliner Regisseur Hendrik Müller. Zu den letzten Aufgaben des früheren Assistenten Achim Freyers gehört u.a. Kálmáns Die Csárdásfürstin in Schwerin. Die Neuproduktion ist überwiegend mit Mitgliedern des Ensembles und des Studios der Oper Frankfurt besetzt, ergänzt durch das Mainzer Chorensemble Barock vokal.

 

Text von Agostino Manni

In italienischer Sprache mit Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Michael Form

Inszenierung: Hendrik Müller

Bühnenbild und Kostüme: Claudia Doderer

Licht: Jan Hartmann

Video: Dirk Schulz

Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

 

Tempo (die Zeit) / Consiglio (der gute Rat): Sebastian Geyer

Intelletto (Der Geist): Francisco Brito

Corpo (der Körper): Julian Prégardien

Anima (die Seele): Kateryna Kasper

Piacere (das Vergnügen): Vasily Khoroshev

I due campagni di Piacere (zwei Begleiter Piaceres): Francisco Brito, Sebastian Geyer

Angelo Custode (der Schutzengel) / Eco (das Echo): Barbara Zechmeister

Anima Beata (die glückliche Seele) / Vita mondana (das irdische Leben): Maren Favela

Mondo (die Welt) / Anima Dannata (die verdammte Seele): Vuyani Mlinde

Anime Dannate: Frederik Bak, Christian Rathgeber, Richard Logiewa, Johannes Hill

4 Anime Beate nel Cielo: Uiji Kim, Aline Wilhelmy, Alin Deleanu, Christian Rohrbach

 

Ensemble Barock vokal der Hochschule für Musik Mainz (Einstudierung: Christian Rohrbach)

Orchestre Atlante und Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters

 

Weitere Vorstellungen: 30. Juni, 1., 3. (Oper für alle), 4., 6., 7. Juli 2013

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

 

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

 

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