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"Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza im Anhaltischen Theater Dessau

Premiere So. 20. April 2008, 20.00 Uhr im Studio

 

Zwei Elfjährige prügeln sich in der Schule, der eine geht mit einem Stock auf den anderen los. Das Opfer verliert zwei Zähne.

Die Eltern der beiden treffen sich, man will die Angelegenheit möglichst wie unter zivilisierten Leuten klären. Bei Kaffee und Kuchen beraten Véronique und Michel mit Alain und Annette, wie den beiden Kampfhähnen beizukommen ist. Wer sich bei wem entschuldigen soll, warum sich alles so entwickeln konnte. Dabei kommt so mancherlei Unbekanntes ans Tageslicht: Haltungen, Denkweisen (nicht nur der Kinder), Bandenmitgliedschaft. Unversehens brechen auch bei den Eltern archaische Urgründe auf, steigern sich die beiden Ehepaare von Verbalattacken über Wortgefechte bis zu ernsten Handgreiflichkeiten - der Nachmittag gerät allmählich aus den Fugen und der Kaffee wird: kalt!

 

Yasmina Rezas überaus witziges, tief hintergründiges Stück über die Abgründe unserer Gesellschaft ist ein Leckerbissen - für die Zuschauer wie für die Schauspieler. Das Stück hatte erst im Dezember 2006 seine Uraufführung in Zürich und ist bereits heute ein Sensationserfolg mit weit über 50 Inszenierungen im gesamten deutschsprachigen Raum.

 

Inszenierung: Gerald Fiedler

Bühne und Kostüme: Jan Müller

Dramaturgie: Peter Kunath

 

Im Anschluss an die Vorstellung am 23. April 2008 findet im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Republik der Phantasie“ der Theater in Sachsen-Anhalt ein Publikumsgespräch zum Thema „Kultur der Verdrängung – Wurzel der Gewalt“ statt. Beginn ca. 22.00 Uhr im Theaterrestaurant. Als Gesprächsgast wird Rechtsanwalt und Mediator Peter Tippmann Rede und Antwort stehen.

 

 

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