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DER JUDE VON KONSTANZ - Trauerspiel in fünf Aufzügen von Wilhelm von Scholz - Theater Konstanz

Premiere Freitag, 7. Juni 2013 – 20 Uhr – Stadttheater. -----

Konstanz im 14. Jahrhundert. Der jüdische Arzt Nasson ist zum katholischen Glauben konvertiert – nicht nur aus religiöser Überzeugung, sondern auch weil er nur als Christ das Recht hat ein Haus zu erwerben und ein Krankenhaus zu bauen.

Doch die zwischen den Glaubensgemeinschaften schwelenden Konflikte eskalieren immer mehr, bis Nasson selbst zwischen den Fronten zerrieben wird. Denn inzwischen ist er für beide religiösen Gruppen ein Außenseiter.

 

Wilhelm von Scholz ist zweifellos eine in Konstanz umstrittene Person. Einerseits ist er der vielleicht einzige Konstanzer Dichter von überregionaler Bedeutung, andererseits suchte er die Nähe zu den Nationalsozialisten im Dritten Reich, verehrte Hitler und leistete eine Loyalitätserklärung auf ihn. In seinem bereits 1905 entstandenen Trauerspiel »Der Jude von Konstanz« beschäftigt er sich vor dem Hintergrund der Judenverfolgung im mittelalterlichen Konstanz mit der Bedeutung von Heimat und Heimatlosigkeit und den auch heute noch hochaktuellen Fragen von Fremdenhass, Ausgrenzung von Minderheiten und den Möglichkeiten von Integration. Nicht zuletzt skizziert er den Versuch einer Versöhnung zwischen Christen und Juden, die allerdings – anderes als in Lessings »Nathan der Weise« – zum Scheitern verurteilt ist.

 

Die Regie des Stücks übernimmt Stefan Otteni. Otteni arbeitet in Stadt- und Staatstheatern und begibt sich regelmäßig auch in freien Projekten auf die Suche nach neuen Theaterformen. Dabei stechen besonders seine Jelinek- und Handke-Bearbeitungen hervor. Zuletzt arbeitete er an der Staatsoper Hannover, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Stadttheater Bern und am Staatstheater Nürnberg und ist Mitglied des Theater Operation. In Konstanz inszenierte er in der Spielzeit 2011/2012 mit großem Erfolg den Shakespeare-Klassiker »Romeo und Julia«. Von Scholz‘ neoklassischem Trauerspiel wird er sich mit gewohnt klarem und zeitgenössischem Blick widmen und dabei auch heutige Themen von Migration und Integration herausschälen.

 

REGIE Stefan Otteni

AUSSTATTUNG Anne Neuser

DRAMATURGIE Miriam Reimers

 

MIT Sophie Köster, Kristin Muthwill, Alissa Snagowski; Ingo Biermann, Andreas Haase, Thomas Fritz Jung, Zeljko Marovic; Statisten

 

Weitere Termine: Sa. 08.06./ Sa. 22.06. / Di. 25.06. / Mi. 26.06. / Sa. 29.06. / Mi. 10.07. / So. 14.07. / Do. 18.07. um 20 Uhr; Fr. 28.06. / Di. 02.07. / Do. 04.07. / Fr. 19.07. um 19.30 Uhr ; So. 07.07. um 18 Uhr; Mi. 17.07. um 15 Uhr

 

Information und Reservierung unter 07531/900 150 oder theaterkasse@stadt.konstanz.de

 

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