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Der Prophet (Le prophète), Grand opéra von Giacomo Meyerbeer, Staatstheater Braunschweig

Premiere am 19. Oktober 2014 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Holland und Deutschland zur Reformationszeit: Als Jean von Leiden sei­ne Verlobte Berthe an den Grafen Oberthal verliert, schließt er sich der religiösen Gruppe der Wiedertäufer an und wird so zum Revolutionär.

 

Doch je mehr sich das Volk erhebt, desto mehr steigert er sich in ekstatische Visionen hinein und ruft sich selbst zum neuen König von Zion aus. In Münster kommt es schließlich zum alles entscheidenden Verrat an dem selbster­nannten Propheten. Der Erfolg, den Meyerbeer mit »Der Prophet« 1849 erzielte, war sensationell: Gewaltige Chöre, opulente Tableaus und mitrei­ßende Melodien fanden sofort ihr Publikum.

 

Zum 150. Todestag Meyer­beers hinterfragen wir den historischen Stoff um Jean von Leiden erneut, denn er wirft – abseits von aktuellen Themen wie religiöser Fanatismus oder Gottesstaatlichkeit – Fragen auf, die immer wieder von Brisanz sind: Unter welchen Umständen zeigt sich ein Volk anfällig für populistische Parolen? Wie leicht lässt sich der Mächtige durch die Macht korrumpie­ren? Und wie funktioniert die Manipulation von Massen?

 

Text von Eugène Scribe & Émile Deschamps

in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Ernst van Tiel

Inszenierung Stefan Otteni

Bühne & Kostüme Anne Neuser

Chor & Extrachor Georg Menskes / Johanna Motter

Kinderchor Tadeusz Nowakowski

Choreografie Joshua Monten

Dramaturgie Christian Steinbock

 

Mit Rossen Krastev, Ekaterina Kudryavtseva, Oleksandr Pushniak / Orhan Yildiz, Anne Schuldt, Arthur Shen, Matthias Stier, Selçuk Hakan Tiraşoğlu u. a.

 

weitere Vorstellungen am 24.10, 2.11, 16.11, 3.12 und 7.12.2014

 

 

 

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