Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Der Vertrag mit dem Essener Ballettchef wurde um sechs Jahre verlängertDer Vertrag mit dem Essener Ballettchef wurde um sechs Jahre verlängertDer Vertrag mit dem...

Der Vertrag mit dem Essener Ballettchef wurde um sechs Jahre verlängert

Ben Van Cauwenbergh bleibt für weitere sechs Jahre Chef des Aalto Ballett Theater Essen. Das hat der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) in seiner Sitzung am 26. Januar bestätigt. Dank Van Cauwenberghs ausgezeichneter künstlerischer Arbeit sei es der Essener Compagnie gelungen, neue Besucherschichten zu erschließen und hervorragende Zuschauerzahlen – in der Spielzeit 2010/2011 betrug die Platzauslastung 84% – zu erzielen.

Van Cauwenberghs Vertrag läuft nun in beiderseitigem Einvernehmen bis zur Spielzeit 2018/2019 und sieht zudem vor, dass der gebürtige Belgier ab der Spielzeit 2013/2014 als Ballettintendant noch eigenverantwortlicher innerhalb der TUP wird agieren können. In Zukunft will Van Cauwenbergh vermehrt auch Kreationen anderer international renommierter Choreografen auf die Aalto-Bühne bringen.

 

Seit der Saison 2008/2009 ist Ben Van Cauwenbergh Ballettdirektor des Aalto Ballett Theater Essen und kann auf drei überaus erfolgreiche Spielzeiten zurückblicken. Der Belgier wurde in Antwerpen geboren. Als Sohn der Tänzerin Anna Brabants („Geschwister Brabants“) erhielt er bereits frühzeitig Ballettunterricht und trat nach seiner Ausbildung am Staatlichen Institut für Ballett sein erstes Engagement beim Königlichen Ballett von Flandern an.

 

1976 errang er beim internationalen Ballettwettbewerb von Varna die Silbermedaille sowie die Goldmedaille beim renommierten „Prix de Lausanne“. Von 1978 bis 1984 war er Erster Solist des London Festival Ballet (heute English National Ballet) und tanzte unter der Direktion von Beryl Grey und John Field zahlreiche Hauptrollen in Balletten wie „Dornröschen“, „Giselle“ und „Schwanensee“ sowie gemeinsam mit Rudolf Nurejew in „Romeo und Julia“. Valery Panov schuf für ihn die Rolle des „Hamlet“ in seinem gleichnamigen Ballett. 1984 kehrte Ben Van Cauwenbergh an das Königliche Ballett von Flandern zurück und wurde vom Magazin „Dance and Dancers“ zum Tänzer des Jahres gewählt. 1987 wechselte er als Erster Solist zum Ballett nach Bern, 1989 als Ballettdirektor und Chefchoreograf nach Luzern. Von 1992 bis 2007 arbeitete er als Ballettdirektor und Chefchoreograf am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

 

Sein Repertoire beinhaltete dort sowohl innovative Produktionen wie „Rock around Barock“ als auch klassische Stücke wie „Schwanensee“, „Don Quixote“ oder „Dornröschen“. Seine von der klassischen Ästhetik geprägten und dabei zeitgenössische Tanzelemente integrierenden Arbeiten bilden weltweit Repertoire-Bestandteile der Ballett-Compagnien. In Essen waren und sind seine Kreationen „La vie en rose“, „Carmen/Boléro“, „Irish Soul“ und „Tanzhommage an Queen“ zu erleben, die sich eines enormen Publikumszuspruchs erfreuen. Zudem erweiterte Ben Van Cauwenbergh das Repertoire des Aalto Ballett Theater Essen durch moderne Klassiker wie „Coppélia“ von Roland Petit und „La Sylphide“ von Peter Schaufuss, den Ballettabend „Lichtblicke“ mit neuen Choreographien von Patrick Delcroix und Edward Clug sowie Stijn Celis’ Umsetzung von „Undine“ (Musik: Hans Werner Henze). Ferner gab er jungen Tänzerinnen und Tänzern im Rahmen der Ballettabende „Home/PTAH/Life“ und „PTAH II“ (im Grillo-Theater) Gelegenheit, ihr choreographisches Talent zu erproben und realisierte 2010/2011 zudem das „Dance at School“-Projekt mit Essener Schülerinnen und Schülern.

 

In dieser Saison wurde dem Programm als Neuproduktion bisher ein dreiteiliger Ballettabend unter dem Titel „Zeitblicke“ mit Stücken von Jirí Kylián („Petite Mort“) und Christopher Bruce („Rooster“) sowie der Uraufführung „End-Los“ von Patrick Delcroix hinzugefügt. Als nächste Premiere steht am 31. März 2012 die Ballettkomödie „Max und Moritz“ nach Wilhelm Busch von Edmund Gleede auf dem Spielplan.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑