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Deutsche Erstaufführung: HARLEY - Oper von Edward Rushton im Staatstheater Kassel

Samstag, 23. Juni, 19.30 Uhr, Opernhaus.

 

Im Museum einer südamerikanischen Kleinstadt steht das international berühmte Bild »Industriellenfamilie im Grünen Salon«, gemalt 1951. Nachts, wenn keine Besucher mehr da sind, werden die Figuren lebendig:

 

 

 

Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Tochter Lili sticht besonders heraus: Sie wollte, kurz bevor der Maler kam, um das Bild zu skizzieren, die Familie verlassen, eigene Wege gehen. Jetzt steckt sie unwiederbringlich fest, kann nicht mehr heraus. Insofern ist die Oper wie das Bild auch ein Gleichnis über den »Kosmos der Familie – für immer aneinandergekettet«, so zumindest steht’s im Katalog zur Ausstellung. Doch als ein neuer Wärter eingestellt wird, der, Sohn eines Malers, selbst auch Maler ist, tun sich ganz neue Möglichkeiten auf – sobald er akzeptiert hat, dass dieses seltsame nächtliche Leben des Bildes durchaus auch Wirklichkeit ist.

 

Als »stille Komödie« bezeichnete der 35jährige englische Komponist Rushton sein Werk, eine Oper der leisen Töne, die mit einem beziehungsreichen Klangnetz die beiden Ebenen der Geschichte – das Leben vor und in dem Bild – verbindet und kommentiert.

 

Rushton kann schon auf beträchtliche Erfolge verweisen. So ist diese Oper im Auftrag des Opernhauses Zürich entstanden und dort 2005 mit viel Erfolg uraufgeführt worden. Erst im vergangenen Februar kam am Staatstheater Hannover DIE FROMME HELENE nach Wilhelm Busch heraus, wiederum als Auftragswerk.

 

Libretto von Dagny Gioulami

Revidierte Fassung für das Staatstheater Kassel

 

Musikalische Leitung: Jens Troester

Inszenierung: Volker Schmalöer

Bühne: Daniel Roskamp, Kostüme: Ulrike Obermüller, Dramaturgie: Martin Griesemer

 

Mit: Barbara Cramm, Lona Culmer-Schellbach, Elisabeth Herrmann, Maria Hilmes (a. G.), Stefan Adam, Derrick Ballard, János Ocsovai, Stephen Owen

 

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