Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DIDO UND AENEAS in BaselDIDO UND AENEAS in BaselDIDO UND AENEAS in Basel

DIDO UND AENEAS in Basel

Musikalisches Schauspielprojekt nach der Oper von Henry Purcell

und Christopher Marlowes Tragödie "Dido, Königin von Karthago"

Premiere: Freitag, 7. April 2006, 20.00 Uhr, Schauspielhaus.

Die vielschichtige Gefühlswelt dieser einzigen durchkomponierten Oper Purcells bildet den inhaltlichen Ausgangspunkt für ein ungewöhnliches musikalisches Theaterprojekt. Erzählt wird die tragische Liebesgeschichte der karthagischen Königin Dido und des aus Troja geflohenen Aeneas, der, vom eigentlichen Seeweg abgekommen, an Karthagos Küste landet.

"Peace and I are strangers grown" singt Dido im ersten Akt. Es ist eine Liebe in Zeiten des Krieges. Beide Liebenden sind auch innerlich von grosser Zerris-senheit. Aeneas hat als Überlebender der Zerstörung Trojas vom Höchsten der Göt-ter den Auftrag erhalten, nach Italien zu segeln und dort eine neue Stadt zu grün-den. Für ihn ist Karthago nur eine Zwischenstation. Schon nach der ersten Liebesnacht entschliesst er sich, wieder aufzubrechen. Dido stirbt an gebrochenem Her-zen. "Death must come, when he is gone / Death is now a welcome guest." Purcells "Dido und Aeneas" entstand vermutlich 1689 im Auftrag eines Pensionats für Edel-fräulein nach einem Libretto von Nahum Tate, der die Geschichte dem IV. Buch von Vergils "Aeneas" entlehnt. Schon ein Jahrhundert zuvor hatte sich der elisabethanische Dramatiker Marlowe mit der Tragödie "Dido, Königin von Karthago" des Stoffes angenommen. Auch hier treffen grösste Emotionen schroff und übergangslos auf-einander. Und die Involvierten sind dem jeweiligen Gefühl in seiner Absolutheit im höchsten Masse ausgeliefert.

 

Regisseur Sebastian Nübling wird mit "Dido und Aeneas" ein spartenübergreifendes Projekt realisieren, das Schauspieler und Sänger auf der Bühne zusammenbringt, in einer eigenwilligen musikalischen Bearbeitung durch den Schauspielmusiker Lars Wittershagen und den Dirigenten Lutz Rademacher.

Die Rolle der Dido wird von der Sängerin Ulrike Bartusch und der Schauspielerin Sandra Hüller interpretiert, die an der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Aeneas wird von Sandro Ta-jouri („Der Mann, der Kurt Cobain erschoss“, „Das goldene Vlies“, „Geschichten aus dem Wiener Wald“) gespielt.

 

Regie Sebastian Nübling

Musikalische Leitung Lutz Rademacher, Lars Wittershagen

Bühne Muriel Gerstner

Kostüme Eva Butzkies

Licht Rainer Küng

Dramaturgie Julia Lochte

 

Dido Ulrike Bartusch, Sandra Hüller

Aeneas Sandro Tajouri

Jupiter Andrea Bettini

Juno Barbara Lotzmann

Venus Wolfgang Brumm

Iarbas / Sorcerer / Spirit Klaus Brömmelmeier

Anna Rahel Hubacher

Kupido / Askanius Martin Hug

 

Chor

Katarina Baeschlin, Florian Engelhardt, Silke Gäng, Daniela Immoos,

Barbora Horáková, Marian Krejeik, Jakob Pilgram, Raphael Wittmer

 

Barock-Ensemble der Schola Cantorum Basiliensis

 

 

Weitere Vorstellungen

 

Di 11.04.06 20.00 Uhr

Di 18.04.06 20.00 Uhr

Do 20.04.06 20.00 Uhr

Mo 24.04.06 20.00 Uhr

Fr 28.04.06 20.00 Uhr

Fr 05.05.06 20.00 Uhr

Mo 08.05.06 20.00 Uhr

Sa 13.05.06 20.00 Uhr

Fr 19.05.06 20.00 Uhr

Di 23.05.06 20.00 Uhr

Di 30.05.06 20.00 Uhr

 

Weitere Vorstellungen bis Ende Juni sind in Planung.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑