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DIE DREI VON DER TANKSTELLE

Premiere am 30. März, 19.00 Uhr im Landestheater Altenburg

Musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Tonfilm von Franz Schulz und Paul Frank, mit der Musik von Werner Richard Heymann

 

Ist der Gerichtsvollzieher erst im Haus, dann ruft der Kuckuck auch bald raus.

Das müssen auch die drei Lebenskünstler Willi, Hans und Kurt schmerzlich erfahren. Aber Bange machen gilt nicht, die Lösung liegt doch an der Straße. Eine Tankstelle soll die Rettung bringen, auch wenn man zunächst nur das Benzin für ein Feuerzeug verkauft. Aber „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Euro, pardon, die Mark nicht wert“ und der Traum – vom Tellerwäscher zum Millionär – darf schließlich immer noch geträumt werden. Wenn dann noch eine wohlhabende, gut aussehende Frau, deren verliebter, um Respekt ringender Vater, und viel musikalische Begabung dazu kommt, haben Gerichtsvollzier und Anwälte keine Chance und aus Tankstellenpächtern werden mächtige, Zigarren rauchende Benzinbosse. Kaum zu glauben, aber wahr, auf der Theaterbühne geht so was. Und natürlich klappt das auch noch mit der Liebe, auch wenn es zunächst nicht so aussieht.

 

Wenn „Ein Freund, ein guter Freund“ mit „Hallo, du süße Frau“ dem „süßesten Mädel der Welt“ beisteht, kann nichts mehr schief gehen.

 

„Hoppla, jetzt komm ich“, so selbstbewusst auftreten, das Leben meistern mit einer gehörigen Portion Anarchie, das konnte dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda 1937 nicht gefallen und so verbot er den erfolgreichen UFA-Film aus dem Jahre 1930: „Der Film ist geeignet, die öffentliche Ordnung zu gefährden…“ Wer die Ordnung wirklich gefährdete, wissen wir, die Filmleute jedenfalls nicht und Gott sei Dank, der Film hat es auch überlebt, so dass die Theater davon profitieren und den Stoff auf die Bühne bringen konnten.

 

Da singen nun zwar nicht mehr Harvey, Fritsch und Rühmann, dafür aber Nadine Hammer, Stefan Clemens und Stefan Migge sowie Mechthild Scrobanita und Benedikt Balthasar. Mit dabei sind außerdem Karin Kundt- Petters, Florence Matousek, Frank Lienert-Mondanelli und Andreas Unglaub. Regie führt Stephan Brauer, der auch für die Choreographie verantwortlich zeichnet. Mit großem tänzerischem Einsatz und viel Spielfreude wird das Schauspielensemble am 30. März seine Premiere im Bühnenraum von Andreas Auerbach präsentieren.

 

„Einmal schafft ’s jeder“, „Das ist die Liebe der Matrosen“ und „Das gibt’s nur einmal“, Ohrwürmer für einen fröhlichen Nachhauseweg sind genug vorhanden und die öffentliche Ordnung wird dadurch ganz sicher nicht gestört.

 

„Da wo man fröhlich singt, da lass Dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“.

 

 

 

 

 

 

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