Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht / Musik Kurt Weill im Saarländischen Staatstheater Saarbrücken"Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht / Musik Kurt Weill im..."Die Dreigroschenoper"...

"Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht / Musik Kurt Weill im Saarländischen Staatstheater Saarbrücken

Premiere am Sonntag, 15. September 2013 im Theaterzelt vor dem SST. -----

»Die Bettler betteln, die Diebe stehlen, die Huren huren. Und der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht, und Macheath, der hat ein Messer …« Mit keinem anderen Stück ist Bertolt Brecht ein so umwerfender Erfolg gelungen wie mit seiner 1928 uraufgeführten »Dreigroschenoper «.

Brechts scharfzüngige Travestie, in der die Bettler und Ganoven sich bürgerlicher geben als die gute Gesellschaft, scheint heute aber ein paar der scharfen Zähne verloren zu haben, so selbstverständlich wohlig ist uns die Kapitalismuskritik à la Brecht geworden.

 

Doch die Energie der Uraufführung spricht eine andere Sprache: Ein Berliner Privattheater, eine Bretterbude, ein junger hungriger Stückeschreiber, der sich die Ideen zusammenklaubt und ein experimentierfreudiger Komponist, dessen Frau Lotte Lenya die Spelunken-Jenny zwar unsterblich werden ließ, aber auf dem Besetzungszettel vergessen wurde. Chaos und Streit – ein wundersamer Nährboden für ein fantastisches, sprühendes Theaterabenteuer. Um dieses Feuer heute zu entzünden, inszeniert Generalintendantin Dagmar Schlingmann »Die Dreigroschenoper« im ungewohnten Terrain des Theaterzelts – auf einer Bretterbühne, nah an den Zuschauern, mit der Musik Kurt Weills gespielt von Musikern des Saarländischen Staatsorchesters.

 

Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht nach John Gays »The Beggar’s Opera« übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann, Musik von Kurt Weill

 

Inszenierung: Dagmar Schlingmann

Musikalische Leitung: Thomas Peuschel

Bühnenbild: Sabine Mader

Kostüme: Inge Medert

 

Besetzung:

Jonathan Jeremiah Peachum: Christian Higer

Frau Peachum: Nina Schopka

Polly Peachum: Christiane Motter

Macheath: Klaus Müller-Beck

Brown: Klaus Meininger

Lucy: Sophie Köster

Hakenfingerjakob: Pit-Jan Lößer

Münzmatthias: Heiner Take

Sägerobert: Johannes Quester

Ede: Cino Djavid

Trauerweidenwalter: Roman Konieczny

Jimmy: N.N.

Flich: Roman Konieczny

Spelunken-Jenny: Silke Buchholz

Smith: Johannes Quester

Huren: Saskia Petzold, Elfie Elsner, Cino Djavid, Sophie Köster, N.N.

Bettler, Konstabler: Cino Djavid, Roman Konieczny, Pit-Jan Lößer, Johannes Quester, Heiner Take

Moritatensänger: Heiner Take

 

Mit dem Saarländischen Staatsorchester

 

Termine So 15.09. Sa 21.09. Di 24.09. Sa 28.09. Di 08.10. Mi 09.10. Fr 11.10. Di 15.10. Fr 18.10. Mi 23.10. Fr 25.10.

Karten online bestellen

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑