Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Die nächste Opernpremiere im Aalto-Theater EssenDie nächste Opernpremiere im Aalto-Theater EssenDie nächste...

Die nächste Opernpremiere im Aalto-Theater Essen

"Orlando" von Georg Friedrich Händel

PREMIERE AM Samstag, 15. Oktober 2005, 19.00 Uhr

Sie ist eine seiner faszinierendsten und farbigsten Partituren: Mit „Orlando“ steht endlich wieder eine Händel-Oper auf dem Aalto-Spielplan.

Für die musikalische Leitung konnte Generalmusikdirektor und Intendant Stefan Soltesz den renommierten Barock-Spezialisten Alessandro De Marchi gewinnen, der zuletzt an der Hamburgischen Staatsoper und der Dresdner Semperoper dirigierte. Mit „Orlando“ steht der Italiener nun zum ersten Mal am Essener Pult.

Grandiose Situationsdramatik und seelische Ausnahmezustände verbinden sich in dieser Oper mit einer Geschichte voll überbordender Phantasie. Händels Oper geht zurück auf ein berühmtes Versepos der Renaissance: Ariosts „Orlando furioso“ – der legendäre „Rasende Roland“. Den Grund seines psychischen Ausnahmezustands erläutert* Regisseur Tilman Knabe*, der dem Aalto-Publikum bereits durch seine „Salome“-Inszenierung bekannt ist:

„Orlando ist obsessiv verliebt in Angelica, die jedoch vor ihm flieht und sich mit Medoro einlässt. Die Eifersucht treibt Orlando in den Wahnsinn. Er bricht alle sozialen Kontakte ab, schmeißt seinen Job hin,

wird zum Aussteiger, der nur noch sein Liebesleid auslebt und sich in dieser Pose gefällt. Alles, worüber er sich bislang definiert hatte, wird hinfällig. Immerhin war Orlando der stärkste Ritter im Heer Karls

des Großen, ein wahrer „Superman“ des Mittelalters.“ Händels Oper spielt mit unterschiedlichen Wirklichkeitsebenen. Ein rationaler Spielführer, Zoroastro, schickt die Figuren in einer kühlen Versuchsanordnung durch einen emotionalen Prozess, macht mit ihnen „ein Experiment am offenen Herzen“ (Knabe) – und weist damit auch auf Mozarts „Così fan tutte“ voraus.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑