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"Die tote Stadt", Oper von Erich Wolfgang Korngold im Stadttheater Bern

Premiere 1. April 2011 um 19.30 Uhr. ---

 

In der Handlung vermischen sich äußere Geschehnisse und innere

Visionen mit beklemmender Dynamik und Intensität:

 

Für Paul, der um seine Frau Marie trauert, ist die Erinnerung an sie mit der „toten Stadt“ Brügge zu einem Gleichnis zusammengeflossen. Zu ihrem Andenken hat er in seinem Haus ein eigenes Zimmer eingerichtet - die „Kirche des Gewesenen“. Als er die lebensfrohe Tänzerin Marietta kennen lernt, die seiner Frau zum Verwechseln ähnlich ist, verliebt er sich in sie, sieht aber nur die Person Maries in ihr. Geplagt von Schuldgefühlen, verstrickt er sich zunehmend in Wahnvorstellungen. Bilder der äußeren Handlung und Traumerlebnisse gehen ein verwirrendes Spiel zeitlichräumlicher Verschachtelung und Überlagerung der Handlungsebenen ein, bis Paul

auf schockierende Weise klar wird, dass er die Vergangenheit endgültig hinter sich lassen muss.

 

Überlagerungen zeichnen auch die Musik: Die durchkomponierte Großform ist

durchsetzt mit impressionistischen Klangfarben und Momenten expressiver

musikalischer Dramatik. Korngolds brillante Orchesterfarben verraten zudem eine Beeinflussung durch Richard Strauss, während ausladende Gesangspassagen eher vom Bekenntnis zur italienischen Tradition, insbesondere Giacomo Puccini, zeugen.

 

Erich Wolfgang Korngold war ein gefeiertes Wunderkind: Mit neun Jahren begann er sein Kompositionsstudium. Mit Dreizehn machte er mit seinem ersten Bühnenwerk an der Wiener Staatsoper Furore. Und als 23-jähriger hatte er seinen frühen Welterfolg mit „Die tote Stadt“, deren Uraufführung 1920 gleichzeitig in Hamburg und Köln stattfand. Der Psychokrimi versetzte das Opernpublikum der zwanziger Jahre in einen Korngold-Rausch. Die Vorlage, der Roman «Das tote Brügge» über den Fin de Siècle-Mythos der «toten Stadt», ist das Meisterstück des belgischen Spätsymbolisten Georges Rodenbach. Davon inspiriert komponierte Korngold einen «Tonfilm im Operngewand».

 

Aufgrund seiner jüdischen Abstammung musste er 1938 in die USA emigrieren, wo er sich bereits als Filmkomponist erfolgreich etabliert und 1936 in Hollywood seinen ersten Oscar erhalten hatte.

 

Musikalische Leitung Srboljub Dinić

Inszenierung Gabriele Rech

Bühne Stefanie Pasterkamp

Kostüme Gabriele Heimann

Chor Tarmo Vaask

Choreographische Einstudierung Denis Puzanov

 

Paul Niclas Oettermann

Marietta /

Die Erscheinung Mariens Mardi Byers

Frank, Fritz Gerardo Garciacano / Robin Adams

Brigitta Anja Schlosser

Juliette Anne-Florence Marbot

Lucienne Rebekka Maeder

Victorin Andries Cloete

Graf Albert Tomi Kimmo Kuusisto

 

Chor des Stadttheaters Bern

Berner Symphonieorchester

 

Weitere Vorstellungen 09./12./30. April // 04./11./17. Mai // 05./19. Juni 2011

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