Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg: "ÖL" von Lukas BärfussE.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg: "ÖL" von Lukas BärfussE.T.A.-Hoffmann-Theater...

E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg: "ÖL" von Lukas Bärfuss

Premiere: 28. April 2011 | 20:00 | Studio. -----

 

Es ist nie leicht, Ehefrau zu sein. Wenn der Mann in die Fremde muss – versetzt, ausgewandert oder gar freiwillig – folgt seine Frau ihm selbstverständlich.

 

 

Wie Eva. Ihr Mann sucht Öl in einem fernen unwirtlichen Land, in dem niemand mehr einen Tropfen Öl vermutet. Und Eva ging mit. Seit drei Jahren lebt sie abgeschnitten von der Welt, kämpft gegen Langeweile, Wahnsinn und ungenießbares Essen – und verzweifelt an dem Versuch, widerwillige Einheimische zu ‚zivilisieren‘. Und dann taucht auch noch eine andere Frau auf: Elsa. Oder ist es nur ihr Gewissen, das sich meldet? Und ihr Mann sucht weiter sein Glück, sucht diesen übelriechenden braunen Stoff, von dem die moderne Zivilisation sich abhängig gemacht hat. Er muss es finden, für seine geduldige Frau, für seine bröckelnde Ehe, um dem Irrsinn einen Sinn zu geben. Wenn es noch nicht zu spät ist.

 

Die Figuren sind in ihrer Ignoranz und ihrem Selbstmitleid gefangene Westeuropäer und gleichzeitig mit sich selbst am Ende. Sie haben vergessen, was Glück, was Liebe und was Heimat bedeutet. Ihr Wissen um ihre Schuld, ihre Schwächen, Lügen und Ängste, ist ihr Fluch.

 

Inszenierung: Alice Asper | Ausstattung: Nora Brügel

 

Mit: Karoline Bär, Olivia Sue Dornemann, Nadine Panjas; Volker J. Ringe, Florian Walter

 

Vorstellungen: 29. April; 4.-8., 11.-15., 23.-25. Mai 2011

 

Mit dem Stück ÖL wird außerdem am 25. Mai 2011 das Studio-Programm der 29. Bayerischen Theatertage eröffnet.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑