Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ein Opernhaus geht auf die Reise – Berlins aussergewöhnlichster Umzug hat begonnen Ein Opernhaus geht auf die Reise – Berlins aussergewöhnlichster Umzug hat...Ein Opernhaus geht auf...

Ein Opernhaus geht auf die Reise – Berlins aussergewöhnlichster Umzug hat begonnen

Die Staatsoper Unter den Linden packt ein und zieht mit dem gesamten Ensemble, einem Großteil der Bühnen­technik sowie Kostümen, Requisiten und Instrumenten von Berlin-Mitte nach Charlottenburg ins Schiller Theater. Bewegt werden insgesamt 34.000 Kubikmeter Umzugsgut, das würde ausgebreitet fünf Fußballplätze füllen. Etwa 9.000 Umzugs­kartons stehen bereit.

 

Zum Volumen des Umzugs gehören etwa 1.500 Scheinwerfer sowie die Kettenzüge und weitere bühnen­technische Anlagen der Staatsoper, die im Schiller Theater wieder eingebaut werden. 150 Büro­arbeits­plätze mit Telefon und Computer gehen mit in die Bismarckstraße. Zu den besonderen Heraus­forderungen für die beauftragte Spedition gehören: ein kompletter Waffenfundus mit diversen Hieb-, Stich- und Schuss­­waffen; volu­mi­nöse und sensible Requisiten wie Kutschen sowie sperrige Instrumente und Orchesterkoffer.

 

Carsten Seifert vom beauftragten Logistikunternehmen CML: „Ein Umzug diesen Ausmaßes ist für uns General­probe und Uraufführung zugleich – auch wenn in der Theorie alles bis ins letzte Detail geplant wurde, so ein Umzug ist wie ein Eingriff an einem lebenden Objekt, alles muss perfekt sitzen“. Organisiert ist der Umzug als sogenannter „rollender“ Umzug, das heißt sowohl an der Staatsoper als auch am Schiller Theater arbeiten 8-10 Packer und die LKWs pendeln pausenlos zwischen den Theatern.

 

Nicht alle Kulissen, Requisiten und Kostüme gehen ins Schiller Theater. Etwa 70 Prozent des Umzugsgutes werden in zwei Außenlager der Staatsoper gebracht.

 

Knapp 12 Wochen sind Zeit, am 30. August soll der Umzug abgeschlossen sein. Am 3. Oktober findet die Eröffnung des Schiller Theaters statt - mit der Uraufführung „METANOIA - über das denken hinaus“, inszeniert von Christoph Schlingensief und unter der Musikalischen Leitung von Daniel Barenboim.

 

Der Vorverkauf für die erste Spielzeit der Staatsoper im Schiller Theater hat begonnen. Tickets sind er­hältlich über www.staatsoper-berlin.de und Telefon 030 20354 555.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑