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"Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare / Felix Mendelssohn Bartholdy im Schauspiel Leipzig"Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare / Felix Mendelssohn Bartholdy..."Ein Sommernachtstraum"...

"Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare / Felix Mendelssohn Bartholdy im Schauspiel Leipzig

Premiere: 19. September 2015, 19:30, Große Bühne.-----

Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Jeder kann lieben, wen er will, oder — wenn er es clever anstellt — geliebt werden, von wem er will. Im Rausch einer Nacht, in dem sich vier unbedarfte junge Menschen in einem ständigen Bäumchen-wechsel-dich-Spiel befinden, befeuert durch Eitelkeiten, Zaubertränke und soziale Konventionen.

Und jeder spielt mit — Eltern, potentielle PartnerInnen, HerrscherInnen, ElfenkönigInnen und Trickster. Und jeder versucht das Spiel zu seinen Gunsten, für seine Günstlinge, zu entscheiden. Die Figuren drohen, manipulieren, jammern, klagen und verführen, sie werfen sich mit aller Energie in einen Kampf, den sie doch in keiner Sekunde wirklich ernst nehmen. Eine manierierte Leichtigkeit umweht die Geschichte, alles scheint potentiell amüsant, aber nie von Bedeutung. Und obwohl das Thema des Sommernachtstraums beständig und immer wieder neu verhandelt die Liebe ist, scheinen die Partnerkombinationen im Detail eher unwichtig. Und ob man jetzt aufgrund von tatsächlichen Gefühlen oder wegen eines Zaubers zueinandergefunden hat, spielt am Ende auch keine Rolle mehr. In ihrer hysterischen Oberflächlichkeit übertrumpfen sich die Figuren andauernd, einzig um des Übertrumpfens willen.

 

In Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ ändern sich die Neigungen, Wünsche und Liebschaften fast in jeder Szene, und ob am Ende jeder den liebt, den er eigentlich auch lieben will, bleibt also für immer im Wald verborgen, wo Traum und Albtraum gleichermaßen stattfinden.

 

Mit diesem Projekt setzt sich die Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester fort. Felix Mendelssohn Bartholdys Musik zu „Ein Sommernachtstraum“ wird in einer Bearbeitung für Bläsernonett den musikalischen Rahmen der Inszenierung bilden, gespielt von Mitgliedern des Gewandhausorchesters mit dem Gewandhaus-Bläserquintett als Kern.

 

Mit „Ein Sommernachtstraum“ wird Philipp Preuss seinen Einstand als Hausregisseur geben. Nach den Erfolgen von „Der Reigen oder Vivre sa vie“ und „Wolokolamsker Chaussee I–V“ ist „Ein Sommernachtstraum“ seine dritte Inszenierung am Schauspiel Leipzig. Nach seinem Studium am Mozarteum Salzburg arbeitet er seit 2001 als freier Regisseur und bildender Künstler. Seine Inszenierungen waren unter anderem am Schlosstheater Moers, am Schauspiel Dortmund, am Schauspiel Frankfurt und zuletzt an der Schaubühne Berlin und am Residenztheater München zu sehen.

 

Regie: Philipp Preuss

Bühnenbild & Kostüme: Ramallah Aubrecht

Musiker: Gewandhaus-Bläserquintett & Mitglieder des Gewandhausorchesters

Licht: Carsten Rüger

Video: Konny Keller

Klangregie: Kornelius Heidebrecht

Dramaturgie: Alexander Elsner, Christin Ihle

 

Mit

Ulrich Brandhoff

Jonas Fürstenau

Gewandhaus-Bläserquintett & Mitglieder des Gewandhausorchesters

Andreas Herrmann

Dieter Jaßlauk

Roman Kanonik

Daniela Keckeis

Anna Keil

Andreas Keller

Markus Lerch

Denis Petković

Felix Axel Preißler

Runa Pernoda Schaefer

Sebastian Tessenow

 

Eine Kooperation mit dem Gewandhausorchester

 

Mit der Musik „Ein Sommernachtstraum (Schauspielmusik op. 61)“ von Felix Mendelssohn Bartholdy in einer Bearbeitung für Bläsernonett von Andreas Nicolai Tarkmann

 

Simultanübersetzung Spansich am 21.11.15 + 9.1.16

Simultanübersetzung Englisch am 26.12.15 + 28.2., 26.3., 17.4., 21.5.16

 

So,

20. September 19:30 Große Bühne

Sa,

26. September 19:30 Große Bühne

So,

25. Oktober 19:30 Große Bühne

Sa,

21. November 19:30 Große Bühne

Sa,

26. Dezember 19:30 Große Bühne

Sa,

09. Januar 19:30 Große Bühne

So,

28. Februar 19:30 Große Bühne

Sa,

26. März 19:30 Große Bühne

So,

17. April 19:30 Große Bühne

Sa,

21. Mai 19:30 Große Bühne

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