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Franz Grillparzers „Medea“ im Schauspielhaus Mannheim

Premiere 26. Januar 2008, um 19.30 Uhr

 

Medea ist in Griechenland die Fremde, die Barbarin. Sie ist Jason, der das sagenumwobene goldene Vlies aus ihrer Heimat Kolchis erobert hat, gefolgt.

Zurück in Griechenland lässt er Medea fallen, möchte mit der Königstochter Kreusa eine neue Existenz gründen. Medea reagiert verzweifelt und absolut. Der Mythos Medea legt die Rohheit einer scheinbar zivilisierten Welt offen. Grillparzer erzählt von der unerhörten Rache einer zweifach Ausgestoßenen, der Frau und der Migrantin im „Kampf der Kulturen“.

 

Die Inszenierung liegt in den Händen von Lisa Nielebock, die ihre Faszination für den mythologischen Stoff folgendermaßen zusammenfasst: „Diese Figuren, sei es jetzt die Medea oder die Phaidra oder die Penthesilea, die alle von einem ungeheueren Lebens- oder Liebeswillen angetrieben sind, faszinieren mich. Ich finde, dass das Theater auch da ist, um Tabugrenzen auszuloten. Was wir im Leben fürchten, das kann das Theater ausreizen.“

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