Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Furioser Start in die 11. Landesbühnentage am LTTFurioser Start in die 11. Landesbühnentage am LTTFurioser Start in die...

Furioser Start in die 11. Landesbühnentage am LTT

Die 11. Landesbühnentage haben begonnen! Am Mittwoch um 17.35 Uhr wurde das fünftägige Festival am Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT) eröffnet.

LTT-Intendant Peter Spuhler begrüßte Publikum und Gäste - 21 der 22 existierenden Landsbühnen Deutschlands haben sich in Tübingen zusammengefunden, präsentieren in 26 Inszenierungen ausschließlich Zeitgenössisches aus ihrer Theaterarbeit. Spuhler wies vor den zahlreich anwesenden Politikern, Landestheaterintendanten und -kollegen auf die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz vom

16.9.2004 hin, dass "mobilen Kultureinrichtungen" die Zukunft gehöre.

Landesbühnen seien also eine Theaterform mit Zukunft. Es sei ihm unverständlich, warum diese dann immer wieder von Schließung und Zwangsfusion bedroht seien. "Die Landestheater haben unendlich viel zu bieten! Das wollen wir Ihnen in den nächsten Tagen zeigen."

 

Prof. Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und Schirmherr der diesjährigen Landesbühnentage gab dann den offiziellen Startschuss für die Veranstaltung - nicht ohne Bezug auf die derzeitige kulturpolitische Lage zu nehmen und die hervorragende derzeitige Leistung des LTT mit Rekordbesucherzahlen und -einnahmen heraus zu stellen. Als besonderen Dank im LTT-Jubiläumsjahr brachte er eine Prämie von 5000.- EUR mit, die vor allem den hart arbeitenden Mitarbeitern hinter der Bühnen zugute kommen soll, deren Einsatz er als Vorsitzender des LTT-Verwaltungsrates ausdrücklich Respekt zolle. Darüber hinaus machte er auf die dichte kulturelle Landschaft in Baden-Württemberg aufmerksam und den Reigen wichtiger Theaterfestivals in nächster Zeit

- Theater der Welt und die baden-württembergischen Theatertage - der durch die 11. Landesbühnentage nun eröffnet würde.

 

Ihm schloss sich Brigitte Russ-Scherer, Oberbürgermeisterin der Universitätsstadt Tübingen und Sitzstadt des LTT, an und erinnerte noch einmal an die Wichtigkeit der Existenz der Einrichtung einer Landesbühne. Im Gegensatz zu kommerziellen Reisetheatern sei doch das Programm der Landesbühnen nicht allein auf den Profit ausgerichtet, sondern biete mit ungewöhnlicheren und oft auch gewagteren Stücken kulturell einen weit höheren Anspruch, deren Wert zu erhalten sei.

 

Christian Schmidt, Vorsitzender der Landesbühnengruppe und Intendant der Landesbühnen Sachsen am Rednerpult, verlas zum Abschluss ein Grußwort von Prof. Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins, in dem dieser der Idee, ausschließlich zeitgenössische Dramatik auf den 11. Landesbühnentagen zu zeigen, Respekt zollte und die Landestheater in ihrer mutigen und innovativen Theaterarbeit bestärkte.

 

Dann hob sich der Vorhang für das Mecklenburgische Landestheater Parchim vor vollem Saal. "Hallo Nazi" lautete der Titel der Inszenierung. Ein Jugendstück von Monoblock, über die Gewaltbereitschaft vor rechtsradikalem Hintergrund - ein brisantes Stück von einer immer wieder von Fusion bedrohten Landesbühne, das gerade beim jüngerem Publikum großen Anklang fand.

 

Insgesamt werden in den fünf Tagen fast vierhundert Angehörige der bundesdeutschen Landestheater in Tübingen, Reutlingen und Rottenburg sein und Ihre Inszenierungen zeigen.

Landestheater Württemberg-Hohenzollern, Tübingen Reutlingen

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑