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„Gedanken eines Zweiflers“ – Ballett auf Schostakowitschs 14. Sinfonie zu Texten von Gustave Flaubert im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen „Gedanken eines Zweiflers“ – Ballett auf Schostakowitschs 14. Sinfonie zu... „Gedanken eines...

„Gedanken eines Zweiflers“ – Ballett auf Schostakowitschs 14. Sinfonie zu Texten von Gustave Flaubert im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Premiere am 26. Februar, um 19.30 Uhr im Großen Haus

Ballettdirektor Bernd Schindowskis letzte Premiere im Großen Haus

 

Das Werk des 17-jährigen Flaubert verdichtet eine Menschheitschronik zwischen Pilgerreise, Revolutionsausbruch und dem Sterben eines Einzelnen zur unter die Haut gehenden Bestandsaufnahme einer gespaltenen Kreatur.

 

Einen vergleichbaren Weg schlägt Dmitri Schostakowitsch in seiner 14. Sinfonie ein. Er, der unter dem Terrorregime Stalins in die Hölle schaute, schreibt sie mit 63 Jahren in wenigen Monaten nieder, auch aus der Angst heraus, er könne erblinden oder die komponierende Hand könne ihm absterben. Und doch erklingt in seiner Musik für zwei Gesangsstimmen und Streichorchester gerade Hoffnung, Trost und Zärtlichkeit. In der Ausdrucksform des Tanzes werden beide Perspektiven zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Unverwechselbarkeit und Poesie jedes einzelnen Lebens.

 

Geschichte:

Verflochten sind hier zwei Perspektiven auf die Ränder des Lebens: Ein junger Mensch packt sich die ganze Weltphilosophie auf die Schultern und gibt sie in phantastischen Visionen wieder. Ein alter Mensch lässt im Bewusstsein des nahen Endes sein Leben in phantastischen und einprägsamen Stationen an sich vorüberziehen. Eine Geliebte macht sich schön für den Tod ihres Sturmsoldaten. Im Kerker schreit ein Todgeweihter um Gottes Erbarmen. Doch die poetische Kraft des Menschen ist auch hier allgegenwärtig: „Der Abend naht lautlos, und plötzlich über mir Licht, das die Dunkelheit bannt. Im Stillen hier ganz allein: Ich und mein klarer Verstand.“

 

*

Musikalische Leitung

Johannes Klumpp

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Inszenierung und Choreografie

Bernd Schindowski

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Choreografische Mitarbeit

Rubens Reis

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Bühne

Johann Jörg

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Kostüme

Andreas Meyer

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Dramaturgie

Juliane Schunke

 

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Sopran

Majken Bjerno

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Bass

Andreas Macco

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Sprecherin

Jule Gartzke

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Tänzerinnen

Priscilla Fiuza

Ai Boshiyama

Marika Carena

Mami Iwai

Alina Köppen

Xiang Li

Ruth Olga Sherman

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Tänzer

Bogdan Khvoynitskiy

Min-Hung Hsieh

Evgeny Gorbachev

William Britt Hillard

Yun Liao

Pavel Roudov

Jakub M. Spocinski

 

 

 

 

 

Weitere Termine:

 

26. Februar

05., 11., 27. März

07., 10. April

 

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