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"Gegen die Wand" wieder auf dem Spielplan der Jungen Oper Stuttgart - Produktion für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert

"Gegen die Wand", die erste deutsch-türkische Oper der Musikgeschichte, feiert am Donnerstag, 13. Oktober 2011 um 19 Uhr Wiederaufnahme im Kammertheater. Die Oper von Ludger Vollmer in der Inszenierung des türkischstämmigen Regisseurs Neco Çelik zählt zu den erfolgreichsten Produktionen der Jungen Oper und ist für den renommierten Theaterpreis „Der Faust“ nominiert, der am 5. November 2011 in Frankfurt verliehen wird.

Im Hinblick auf den 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbe-Abkommens Ende Oktober, der die

Integrationsdebatte um ausländische Mitbürger in der Bundesrepublik neu ins Bewusstsein rückt, könnte die Geschichte um Sibel und Cahit in Gegen die Wand aktueller kaum sein. Im Zentrum des

Stücks steht die schmerzhafte Suche der beiden Deutschtürken nach Identität in der Auseinandersetzung mit prägenden familiären und kulturellen Strukturen. Die junge Sibel flüchtet sich in eine Scheinehe mit Cahit und erhofft sich ein Leben nach eigenen Vorstellungen. Voller Lebens- und Liebeshunger stürzt sie sich in Affären und Drogen. Doch Cahit verliebt sich in Sibel.

 

Nach dem Drehbuch des gleichnamigen Films von Fatih Akin schrieb der deutsche Komponist Ludger

Vollmer, der sich in Istanbul in traditioneller türkischer Musik ausbilden ließ, eine Oper in deutscher und türkischer Sprache. In seiner energiegeladenen, emotionalen Musik verwendet er sowohl klassische Orchesterinstrumente als auch traditionell türkische Instrumente wie Kaval, Kanun, Zurna und Saz. Ebenfalls im Spannungsfeld zwischen Klassik und Moderne begegnen sich auf der Bühne verschiedene Tanzrichtungen: Choreograph Kadir „Amigo“ Memiş, der mit dem „Zeybreak“ einen Tanzstil zwischen Tradition und HipHop entwickelt hat, lässt in Gegen die Wand einen B-Boy auf eine klassische Balletttänzerin – die ehemalige Erste Solistin des Stuttgarter Balletts Sonia Santiago – treffen.

 

Während die Sopranistin Tereza Andrasi (ehemals Chyňavová) wie bereits bei der Premiere 2010 wiederdie Partie der weiblichen Hauptrolle Sibel übernimmt, ist der türkische Bariton Levent Bakirci in Stuttgarterstmals als Cahit zu erleben. Er verkörperte die Partie bereits bei der Uraufführung des Werks imJahr 2008 am Theater Bremen. Der Chor der Jungen Oper, bestehend aus etwa 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 23 Jahren, hat sich für die Wiederaufnahme des Stücks neu formiert.

 

MUSIKALISCHE LEITUNG Hans Christoph Bünger

REGIE Neco Çelik

CHOREOGRAPHIE Kadir „Amigo“ Memiş

BÜHNE Rifail Ajdarpasic

KOSTÜME Ariane Isabell Unfried

DRAMATURGIE Barbara Tacchini

 

BESETZUNG

SIBEL Tereza Andrasi (Chyňavová)

CAHIT Levent Bakirci

YILMAZ / HÜSEYIN Svetislav Stojanovic

SELMA Catherine Cangiano

BIRSEN GÜNER Trine Øien

YUNUS GÜNER Thomas Fleischmann

NIKO Carlos Zapien

 

TÄNZERINNEN UND TÄNZER Sonia Santiago, Sebastian Petrascu, Onur Yildirim

CHOR Jugendliche aus Stuttgart und Umgebung

PROJEKTORCHESTER DER JUNGEN OPER

 

Weitere Vorstellungen: 15.10., 17.10., 18.10., 20.10., 22.10., 24.10., 26.10., 28.10., 29.10.

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