Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Georg Büchner, "Leonce und Lena", Theater an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr Georg Büchner, "Leonce und Lena", Theater an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr Georg Büchner, "Leonce...

Georg Büchner, "Leonce und Lena", Theater an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr

Premiere: DO, 15. SEPTEMBER 2016, 19:30 Uhr. -----

Georg Büchners Lustspiel gilt als "Perle der deutschen Komödienkunst". Der mit nur 23 Jahren früh verstorbene ästhetische und politische Vordenker der deutschen Literatur, entwirft ein übermütiges, von feiner Ironie durchzogenes Spiel zwischen commedia dell'arte, Shakespeare und Roadmovie.

Leonce und Lena fliehen voreinander, ohne sich je begegnet zu sein. Aber ihre Flucht führt sie zueinander. Die Liebe eint sie in einer Art anarchischem Widerstand gegen eine erstarrte, sinnentleerte Welt, die Menschen zu Puppen, zu Automaten macht: Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monde nur noch nach der Blumenuhr, nach Blüte und Frucht...und es wird ein Dekret erlassen, dass, wer sich krank arbeitet, kriminalistisch strafbar ist...

 

Erstmalig inszeniert der österreichische Regisseur Philipp Preuss am Theater an der Ruhr. Philipp Preuss wurde 1974 in Bregenz (Vorarlberg)geboren, aufgewachsen in Wien. Er studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Wien sowie Regie und Schauspiel am Mozarteum Salzburg. Seit 2001 freier Regisseur. Inszenierungen u. a. am Schauspielhaus Bochum, Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Dortmund, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Leipzig, Schaubühne Berlin oder Residenztheater München. Zudem seit dem Jahr 2000 Ausstellungen mit fiktiv-virtuellen Künstlerfiguren, die von Schauspieler/innen dargestellt werden. Ausstellungen u. a. in Bregenz, Mailand, Wien. Zudem eigene Stücke, u. a. Die Welt: Zellteilung im Zeitalter der Einzelhaft (UA, 2001, Burgtheater Wien), McFamily oder Du glaubst nicht mehr an Dich als wärst Du Gott (UA, 2012, Kosmos Theater Bregenz), Warhola oder Gruppensex der Egoshooter (UA, 2013, Museum Moderner Kunst Frankfurt). Seit der Spielzeit 2015/16 Hausregisseur am Schauspiel Leipzig. 2003 Auszeichnung mit dem Förderpreis für bildende Kunst der Internationalen Bodenseekonferenz. 2005 Einladung seiner Inszenierung von Dantons Tod (2004, Schauspiel Frankfurt) zum Radikal-jung-Festival am Münchner Volkstheater. 2007 Auszeichnung mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler für seine Inszenierung von Hedda Gabler (2006, Theater Dortmund). 2012 Auszeichnung mit dem Publikumspreis und dem Preis der Jugendjury beim NRW Theatertreffen für seine Inszenierung von Der Geizige (2011, Schlosstheater Moers), 2013 Einladung zum NRW Theatertreffen mit Prometheus. Kein Licht von Aischylos/Elfriede Jelinek.

 

Regie : Philipp Preuss

Dramaturgie: Sven Schlöttcke

Ausstattung: Ramallah Aubrecht

Musik: Kornelius Heidebrecht

Video: Konny Keller

Licht: Thorsten Scholz

Regieassistenz: Sarah Tzscheppan

 

Leonce

Fabio Menéndez

Lena

Gabriella Weber

Rosetta und Gouvernante

Simone Thoma

Valerios

Thomas Schweiberer

Peter Kapusta

Rupert J. Seidl

Klaus Herzog

 

weitere Vorstellungen:

24.09., 09., 21., 27.10.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑