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GERTRUD von Hjalmar Söderberg, Landestheater Niederösterreich, St. Pölten

Premiere 27. Februar 2010, 19.30 Uhr

 

Gertrud, vor ihrer Ehe eine gefeierte Sängerin, verlässt ihren Ehemann auf der Suche nach sich selbst.

Eine Frau rechnet mit den Männern ihres Lebens ab: mit dem Jugendfreund, den sie wortlos verlassen hat, als sie begriff, dass sie stets nur eine Nebenfigur in seinem Leben sein würde; mit dem Ehemann, der von Liberalität und Toleranz tönt, sich aber in dem Augenblick, als Gertrud ihn beim Wort nehmen will, mit moralischen und politischen Law-and–Order-Parolen aufplustert und mit dem jungen Liebhaber, der sich mit der schönen Frau als Beutestück zieren will. Gertrud kennt die Gesellschaft und sich und ihr Recht auf sich selbst. Sie hat die Freiheit zu entscheiden, wen sie sich nimmt, wem sie sich gibt.

 

Innerhalb eines Vierteljahrhunderts hat die skandinavische Literatur drei unvergleichliche Frauenstücke hervorgebracht: Ibsens Nora oder Ein Puppenheim, Strindbergs Fräulein Julie und Söderbergs Gertrud, die zu den großen Frauenrollen der Weltliteratur zählt..

 

Hjalmar Söderberg (1869 -1941) gehört zu den bedeutendsten schwedischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Bis heute zählen seine knappen, ironischen Fin-de-siècle-Romane zu den meistgelesenen des Landes und werden mit den Werken von Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal verglichen. Söderberg schrieb das sensible Kammerspiel Gertrud 1906 unter dem Einfluss seiner eigenen Liebesgeschichte.

 

In der Rolle der Gertrud kommt die Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin

Andrea Eckert, die sich auch mit zahlreichen Dokumentationen als Filmemacherin einen Namen gemacht hat, an das Landestheater Niederösterreich. Als weitere Gäste im Ensemble, Patrick Oliver Beck, Michael Rastl und Paul Matic. Regie führt Johannes Gleim, der nach den erfolgreichen Produktionen Woyzeck, Das Käthchen von Heilbronn und Was ihr wollt nun zum vierten Mal am Landestheater inszeniert.

 

Mit: Andrea Eckert, Patrick Oliver Beck, Paul Matic, Michael Rastl

 

Regie: Johannes Gleim, Bühne und Kostüme: Daniela Juckel

 

 

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