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"Harlequin & Harlequin" Commedia dell’arte-Szenario - Städtische Theater Chemnitz"Harlequin & Harlequin" Commedia dell’arte-Szenario - Städtische Theater..."Harlequin & Harlequin"...

"Harlequin & Harlequin" Commedia dell’arte-Szenario - Städtische Theater Chemnitz

Premiere: 13. Oktober 2017, 20.00 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz, Ostflügel. -----

Der polnisch-australische Regisseur Bogdan Koca nutzt eine schräge Geschichte um zwei Harlequins, um mit seinem Spielensemble Texte und Szenen ganz im Sinne der Commedia dell‘arte zu improvisieren. Die charmanten und zugleich bissigen Typen der Commedia bilden dafür die Grundlage und eine spannende Herausforderung für Spieler und Publikum.

In der Geschichte, die in Paris spielt, versucht Harlequin, wirklich alles richtig zu machen. Seinem alten, wohlhabenden Herrn Gerontes hilft er redlich, bei der schönen jungen Isabella zu landen, nicht ganz uneigennützig, versteht sich, will er doch selber deren Dienerin Columbine für sich gewinnen. Aber dennoch, er versucht sein Bestes. Als jedoch ein weiterer Verehrer von Isabella auftaucht, der junge, aber geizige Octavio, kommt Harlequins Plan bereits etwas ins Wanken. Als dann aber auch noch die Juwelen, die Gerontes Harlequin für Isabella übergeben hatte, spurlos verschwinden und Harlequin Jr., sein Zwillingsbruder, wie aus dem Nichts auftaucht, gerät alles aus den Fugen und eine aberwitzige Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf.

 

Bogdan Koca (Regie und Bühne) studierte bis 1975 Schauspiel an der Warschauer Theaterakademie, war anschließend am Polnischen Theater in Wrocław engagiert und wurde für seine Darstellungen mit zahlreichen Preisen geehrt. Ende der 1970er-Jahre emigrierte er aus dem sozialistischen Polen nach Australien. In Sydney etablierte er die „Thalia Theatre Company“ und später das „Sydney Art Theatre“, wo er eigene Stücke ebenso inszenierte wie europäische Dramatik von Shakespeare bis Gombrowicz. Von 1994 bis 1997 war er Leiter des Departments Schauspiel der University of Western Sydney. Für seine schauspielerische Leistung in „Ghosts … of the Civil Dead“ (1988) wurde er für die „Australian Film Industry Awards“ als bester Nebendarsteller nominiert. Kocas Stück „Mein Name ist Soundso“ wurde 1994 für den renommierten „Green Room Award“ vorgeschlagen. Nach Polen zurückgekehrt, leitete er von 2009 bis 2013 das Cyprian Kamil Norwid Theater in Jelenia Góra. Am Schauspiel Chemnitz inszenierte er bisher „Hamlet“ (Shakespeare), „Hannahs Dämon“ (Rault), „Jeanne oder Die Lerche“ (Anouilh) und „Der Prozess“ (nach Kafka) sowie seine eigene Stücke „Mein Name ist Soundso“ und „Ich wurde geboren als …“.

 

Regie und Bühne: Bogdan Koca

Kostüme: Elżbieta Terlikowska

Dramaturgie: Kathrin Brune

 

Mit: Marko Bullack, Ulrike Euen, Dominik Puhl, Christian Ruth, Konstantin Weber

 

Weitere Termine

21.10.2017Samstag20:00 Uhr

26.10.2017Donnerstag20:00 Uhr

09.11.2017Donnerstag20:00 Uhr

19.11.2017Sonntag18:00 Uhr

 

 

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