Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Internationale Maifestspiele 2012 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden - 28. April bis 31. Mai 2012Internationale Maifestspiele 2012 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden - 28....Internationale...

Internationale Maifestspiele 2012 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden - 28. April bis 31. Mai 2012

Über 30 gefeierte Ballett-, Opern- und Schauspielinszenierungen, Konzerte und Shows aus aller Welt – vom Samstag, 28. April bis Donnerstag 31. Mai 2012 finden die 116. Internatio-nalen Maifestspiele der Landeshauptstadt Wiesbaden am Hessischen Staatstheater Wiesbaden unter der Künstlerischen Leitung von Dr. Manfred Beilharz statt. Von großer Oper, zeitgenössischem Musik- und Tanztheater bis zu außerordentlichem Schauspiel – die Maifestspiele 2012 präsentieren herausragende Produktionen internationaler Regisseure und Choreografen. Dirigenten, Sänger, Tänzer sowie Schauspieler von Weltrang treten im Mai an unterschiedlichen Spielstätten des Staatstheaters auf und verwandeln Wiesbaden in eine Bühne der internationalen Kulturszene. Feierlich eröffnet werden die diesjährigen Maifestspiele mit Wagners „Lohengrin“ in einer Inszenierung von Kirsten Harms mit Endrik Wottrich in der Titelpartie. Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Marc Piollet.

 

OPER: Zwischen zeitgenössischem Musiktheater, farbenprächtiger Sichuan-Oper und Opern-Open-Air

 

Die Israeli Opera Tel Aviv ist mit der Urraufführung der zeitgenössischen Oper The Child Dreams (Kinderträume) von Gil Shohat nach dem berühmten Stück von Hanoch Levin zu Gast sowie mit Giacomo Puccinis Tosca. Ein Fest für Auge und Ohr ist dieser römische Opernthriller in einer opulenten, halb-filmischen Inszenierung und Ausstattung des argentinischen Regisseurs Hugo de Ana, mit den internationalen Gesangsstars Michèle Crider, Kamen Chanev und Ko Seng Hyoun. Die musikalische Leitung liegt beim Musikdirektor der Israeli Opera David Stern. Erstmals in Europa steht im Rahmen des deutsch-chinesischen Kulturjahres Der Kreidekreis nach Bertolt Brecht als Sichuan-Oper aus Chongquing am 22. und 23. Mai auf dem diesjährigen Festspielprogramm. Aus dem australischen Outback kommt ein besonderes Opernerlebnis nach Wiesbaden: Die Co-Opera on the move schafft mit Mozarts Die Hochzeit des Figaro am 19. Mai in der Konzertmuschel im Kurpark ein ungewöhnliches Open-Air-Erlebnis. Die diesjährige Operngala am 27. Mai verspricht ein wahres Fest der Stimmen. Mit Lise Lindstrom, Hui He und Marcello Giordani in den Hauptrollen von Puccinis letzter Oper Turandot reisen Ausnahmeta-lente der internationalen Opernszene nach Wiesbaden.

 

TANZTHEATER: FAUST-Preisträger tanzen und führen Regie

 

Mit den Tänzern der Grands Ballets Canadiens zeigt FAUST-Preisträger Christian Spuck seine Choreografie Leonce und Lena nach Georg Büchner und eröffnet damit den Reigen internatio-naler Gastspiele zum Büchner-Jahr 2012. In einer exklusiven Sondervorstellung ist die gefeierte Ballettproduktion des Staatstheaters Wiesbaden Blaubarts Geheimnis von Stephan Thoss zu sehen. Für die Verkörperung des Blaubart erhielt das Ensemble-Mitglied des Staatstheaters Wiesbaden Giuseppe Spota 2011 den begehrten FAUST-Preis in der Kategorie „Bester Darstel-ler Tanz“. Der Wiesbadener Ballettdirektor Stephan Thoss war in der Kategorie „Choreografie“ für dasselbe Stück ebenfalls nominiert. Zum 20-jährigen Jubiläum der Partnerregionen Hessen und Emilia-Romagna ist Italiens bedeutendste Ballettkompanie mit internationaler Strahlkraft zu Gast – Aterballetto. Nach Musik von Händel und Strawinsky zeigt Aterballetto mit Come un respiro (Wie ein Hauch) und Les Noces (Hochzeit) zwei von 3sat/ZDF ausgezeichnete Werke ihres Hauschoreografen von Weltruf – Mauro Bigonzetti. Mit Rian, einer expressiven Mischung aus Tanz- und Musikevent, feiert die irische Theatertanzkompanie Faboulous Beast Dance Theatre in Wiesbaden Deutschlandpremiere. Mit dabei sind Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt sowie fünf irische Topmusiker.

 

SCHAUSPIEL: Über den Prinzen von Dänemark, über Identitäten und „Über Leben“

 

Das Schauspielprogramm bietet wiederum herausragende Produktionen der führenden deutsch-sprachigen Schauspielhäuser. Das Thalia Theater Hamburg gastiert mit Luk Percevals Sicht auf das wohl berühmteste Shakespeare-Drama: Hamlet in einer komprimierten und aktualisierten Neuübersetzung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel. Mit Verrücktes Blut kommt ein Überraschungshit von Nurkan Erpulat und Jens Hillje und dem freien Ensemble des Ballhaus Naunynstraße nach Wiesbaden. Eine faszinierende Familien-Saga präsentiert das Deutsche Theater Berlin am 12. und 13. Mai mit Judith Herzbergs Über Leben in der Regie von Stephan Kimmig. Die mehrfach ausgezeichnete niederländische Autorin Judith Herzberg wird anwesend sein und am 11. Mai im Foyer aus ihren Gedichten und Theaterstücken lesen. Die Intendantin des Schauspielhauses Zürich Barbara Frey zeigt am 19. und 20. Mai ihre aufregende Inszenierung von Tschechows Platonow (mit Michael Maertens und Lambert Hamel).

 

RAHMENPROGRAMM: Zwischen Tangoklängen und Swing, Fluxus und Filmkunst

 

Abgerundet wird das Programm mit Solo-, Konzert- und Kabarettabenden sowie Lesungen be-kannter Künstler und Ensembles. Der Wiesbadener Malersaal wird wieder für zwei besondere Abende geöffnet: Am 18. Mai steht das Café Tango Spezial des Orquesta Típica Ciudad Bai-gón auf dem Programm. Einen Tag später am 19. Mai lassen The Shoo-Shoos on Air! in einem musikalischen Roadmovie in die Welt des Swings eintauchen. Anarchisch schräge Unterhaltung kommt aus St. Petersburg mit der berühmten Clowntheatertruppe Semianyki- Familie sowie aus der Schweiz mit dem hinreißenden Duo Geschwister Pfister. Und in der Geburtsstadt des Fluxus darf zum 50. Geburtstag dieser einzigartigen Kunstbewegung ein szenisches Konzert der musik-theater-werkstatt mit Texten und Musik von John Cage nicht fehlen. Wie in jedem Jahr zeigt das Programmkino Caligari ausgewählte Filme, die sich thematisch oder ästhetisch auf die eingeladenen Produktionen beziehen.

 

DIE JUNGE WOCHE

 

Das Programm der Jungen Woche, die aus dem Maifestspielprogramm nicht mehr wegzudenken ist, gibt gleich zu Beginn der Festspiele vom 30. April bis zum 6. Mai nicht nur den jüngeren Zuschauern Gelegenheit, Theater und Tanz aus ganz Europa zu erleben. So gastieren unter anderem Punk Rock von Simon Stephens des Jungen Theater Basel oder Leo der Berliner Gruppe Circle of Eleven mit einer urkomischen One-Man-Show, die der Erdanziehung ein Schnippchen schlägt. Kindur der Compagnia TPO aus Italien bietet interaktives Theater für Kinder ab 4 Jahren. Dank einer ausgeklügelten Digitaltechnologie mit berührungsempfindlichen Sensoren im Bühnenboden können Kinder in verschiedene Lebensräume eintauchen und darin spielen.

 

Die Maifestspiele 2011 waren mit rund 22.727 Besuchern ausgesprochen erfolgreich und erreichten eine Auslastung von durchschnittlich 94,2 % aller zur Verfügung stehenden Plätze. Das Budget 2012 umfasst ca. 1,4 Mio. €, wobei die Eigeneinnahmen 650.000 €, Sponsorengelder und Spenden des Fördervereins weitere rund 130.000 € betragen. Die Stadt Wiesbaden zahlt einen Zuschuss in Höhe von 553.000 €, das Land Hessen 76.000 €. Die Einnahmeerwartungen aus dem Jahre 2011 wurden übertroffen.

 

Kartenvorverkauf online unter www.staatstheater-wiesbaden.de

E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de

Kartentelefon: 0611. 132 325, Fax: 0611. 132 367

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 29 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑