Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Irakisch-Deutsches Theatertreffen in BerlinIrakisch-Deutsches Theatertreffen in BerlinIrakisch-Deutsches...

Irakisch-Deutsches Theatertreffen in Berlin

18. - 22. April 2010

Das Netzwerk zum kulturellen Wiederaufbau im Irak zeigt in der Werkstatt der Kulturen und im Tiyatrom gemeinsame irakisch-deutsche Theaterproduktionen aus dem Jahr 2009.

Die vier verschiedensprachigen Inszenierungen von FRAUEN-HAMMAM, die im Dezember 2009 im Volkssaal des ehemaligen Gefängnisses Amna Suraka in Suleymania Uraufführung hatten, werden präsentiert. Auf Arabisch, Kurdisch, Persisch und Deutsch nähern sich die irakischen RegisseurInnen verschiedener Sozialisation einem Thema: die verlassene Frau. Frei nach August Strindbergs „Die Stärkere“ setzt jede der vier verschiedensprachigen Inszenierungen inhaltlich einen anderen Schwerpunkt.

 

Die deutsche Inszenierung vom Regisseur Ihsan Othmann, I.-O.-Theater, arbeitet mit Musik und Tanz und setzt sich mit der Einsamkeit der verlassenen Ehefrau auseinander.

 

Die kurdische Inszenierung unter der Regie von Shafiq Mohammed Hussein, legt den Schwerpunkt auf die ohnmächtige, gesellschaftliche Situation einer Ehefrau, die sich mit einer Zweitfrau konfrontiert sieht.

 

In der persische Inszenieung unter der Regie von Kaval Sdqi wird besonders die religiöse Rolle der Frau im Iran hervorgehoben.

 

Die arabische Inszenierung des Regisseurs Haytham A. Ali Al-Jadah untersucht neben der emotionalen Sitatuation die aktuelle gesellschaftliche Lage der Frau in Bagdad unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

 

„ZEHN GESCHICHTEN ÜBER DEN KRIEG“, das Ergebnis eines einmonatigen vom Goethe-Institut in Erbil unter der künstlerischen Gesamtleitung von Kai Tuchmann organisierten Workshops, wird am letzten Tag des Treffens zu sehen sein. Zehn irakische RegisseurInnen und SchausspielerInnen haben einen Monat an Texten von Bertolt Brecht gearbeitet, wobei sie abwechselnd in jeweils einer der zehn Geschichten Regie führten. Ziel des Projektes ist es gewesen, einen Raum zu schaffen, der es den Theatermachern einerseits ermöglicht, irakische (Nach-) Kriegsgeschichte aufzuarbeiten, andererseits damit zu improvisieren und zu experimentieren um sich verschiedenen Perspektiven von Zerstörung und Aufbau, Terror und Widerstand anzunähern

 

Begleitprogramm:

Gastvorträge über aktuelle Fragen zum Theater im Irak, u.a. mit Judith Mirschberger (Leiterin Goethe-Institut in Erbil), Alexander Stillmark (Regisseur und Initiator des ITI-Projekts „My unknown enemy“), Thomas Engel (Direktor ITI Germany), Kay Wuscheck (Intendant

Theater an der Parkaue).

 

Podiumsdiskussionen, Informationen über Netzwerkaktivitäten, Ausstellung mit Fotos von Ari Jalal Rifaat und Eduardo Fernández-Tenllado.

 

Kontakt: Netzwerk zum kulturellen Wiederaufbau im Irak/ Theaterhaus Berlin

 

kulturaustausch.net

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑