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Johannes Nabers Kapitalismus-Farce „Zeit der Kannibalen“ am Anhaltischen Theater Dessau

Premiere am 21. April 2018 um 20 Uhr, Altes Theater/Studio, Lily-Herking-Platz 1, Dessau-Roßlau

Ein hochaktueller Stoff. Schon als Film der Überraschungserfolg der Berlinale 2014, besticht „Zeit der Kannibalen“ auch auf der Bühne als Kammerspiel mit pointierten Dialogen. Ein Stück, das als politisch subversive Kapitalismus-Farce mit sarkastischen und vergnüglichen Dialogen einen kritisch-süffisanten Abend hergibt. Naber geht es bei „Zeit der Kannibalen“ nicht um eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Ursachen der Finanzkrise, sondern vielmehr um eine zynische Bestandsaufnahme der irritierten Gefühle, fragwürdigen moralischen Haltungen und beschädigten zwischenmenschlichen Beziehungen in Zeiten der Globalisierung.

 

Copyright: Claudia Heysel

Die skrupellosen Unternehmensberater Öllers und Niederländer jetten auf der Jagd nach den besten Deals durch die abgehängten Länder der Welt. Ihr erklärtes Ziel: den bestmöglichen Profit auszuhandeln. Sie sind ein eingespieltes Team und der nächste Karriereschritt scheint sicher und zum Greifen nah. Doch ihre Karriereleiter gerät ins Wanken, als nicht sie, sondern ein Kollege in den Firmenolymp aufsteigt. Als ihrem Team dann auch noch eine junge, ehrgeizige Kollegin zugeteilt wird, liegen die Nerven endgültig blank. Vielleicht sind auch sie jederzeit austauschbar? Sarkasmus, Neurosen, Verzweiflung brechen sich ihre Bahn. Der Kampf um das Überleben geht an die Substanz – die Zeit der Kannibalen bricht an.

Inszenierung Jana Vetten
Bühne und Kostüme Eugenia Leis
MusikJonas Holfeld
DramaturgieAlmut Fischer

Frank Öllers Oliver Seidel
Kai Niederländer Andreas Hammer
Bianca März Mirjana Milosavljević
Hotelangestellte Lisa Brosig
John SchernikauSven Brormann

Samstag, 21.4.2018 — 20 Uhr, Altes Theater/ Studio
Donnerstag, 26.4.2018 — 20 Uhr, Altes Theater/ Studio
Freitag, 4.5.2018 — 20 Uhr, Altes Theater/ Studio
Samstag, 26.5.2018 — 20 Uhr, Altes Theater/ Studio
Samstag, 2.6.2018 — 20 Uhr, Altes Theater/ Studio

 

 

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