Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth im neuen theater Halle "Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth im neuen theater Halle "Kasimir und Karoline"...

"Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth im neuen theater Halle

Premiere am 27. Oktober 2012, um 19.30 Uhr / Kammer. -----

 

Auf dem Münchner Oktoberfest trennen sich die Wege des arbeitslosen Chauffeurs Kasimir und seiner Verlobten Karoline. Späterhin begegnen sie sich immer wieder und eine Versöhnung scheint greifbar nahe.

Doch am Ende weist Kasimir Karoline zurück und sie lässt sich auf den Zuschneider Schürzinger ein. Einer, der ihr einen Platz im Leben und in der Gesellschaft geben kann.

 

„Eine Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor, das heißt durch die alltägliche Erkenntnis: Sterben müssen wir alle!“, so sagte Horváth über sein Stück, das der Tristesse des Lebens die Buntheit des Rummelplatzes entgegensetzt. In einer episodischen Bilderfolge entwickelt er einen Szenenbogen, der sich zu einem Volksstück fügt, das durch seine Menschlichkeit zutiefst berührt.

 

Sozialpolitische Stoffe bilden den Kern von Horváths dramatischem Werk. Seine Personen sind verarmte, perspektivlose Kleinbürger und Frauengestalten patriarchalischer Abhängigkeit. Er zeichnet Bilder einer entfremdeten Gesellschaft, denen der Mangel an Mitgefühl anhaftet. Das macht ihn heute wieder modern: Was kostet die Welt und wer zahlt das alles?

 

In Halle inszeniert das Regie-Duo David Czesienski und Robert Hartmann, das in der vergangenen Spielzeit mit der ersten Inszenierung für das neue theater Halle „Die fabelhafte Familie Baader“ zu den Autorentheatertagen ans Deutsche Theater Berlin eingeladen wurde.

 

Inszenierung, Bühne und Kostüme: David Czesienski und Robert Hartmann (Prinzip Gonzo) Dramaturgie: Alida Breitag

 

Mit: Jonas Schütte (Kasimir), Lena Zipp (Karoline) und Alexander Pensel, David Kramer, Bettina Schneider und Andreas Range

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑