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Koreanisches Lebensgefühl

"No Comment", "Modern Feeling", "Will you promise" von Laboratory Dance Project im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

 

Der dritte Abend des Festivals Kore-A moves, das mit der koreanischen Tanzszene bekannt machen möchte, wurde mit drei zeitgenössischen Stücken vom Laboratory Dance Project, der Kompagnie der Korean National University of Arts, im Tanzhaus NRW gestaltet. Diese gehört, wovon man sich an diesem Abend überzeugen konnte, zu den führenden Ausbildungsinstituten für Tanz in Korea.

 

"Will you Promise" ist eine fast solistische Choreographie von Mi Sook Jeon. Die Tänzerin Soo Jin Choi machte sich die quietschgrüne, schräg gestellte, quadratische Bühne zur Musik von Steve Reich zu eigen. Offenbar eine Reflektion über die eigene Stellung im Leben, die das Alleinsein benötigte, denn die am Rande der Bühne auftauchenden Männerköpfe zweier schwarz bekleideter Tänzer hatten nur beobachtenden Charakter. Mit poetischen Bildern, exakt getanzt, wusste Soo Jin Choi das Publikum zu bezaubern.

 

Es folgte "Modern Feeling" von In Soo Lee, der im Duo mit Jin Wook Ryu tanzte. Das Stück handelt von der Beziehung zweier Männer, ihrer alltäglichen Freundschaft, aber auch ihren Konflikten, ihren Unsicherheiten ihrem Unbehagen. Das wird überwiegend heiter in einer tänzerisch umgesetzten Mischung aus Hip-Hop, Breakdance, Kampfkunst und Akrobatik dargeboten.

 

"No Comment" von Chang Ho Shin lässt acht Männer in Szene treten. Ihr Herzschlag ist Ausgangspunkt für die sich temporeich entwickelnde Choreographie.

 

Äußerst professionell getanzt mit hinreißend schönen Bildern fand der Abend beim Publikum stürmischen Anklang.

 

November 2010

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