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“La Traviata” von Giuseppe Verdi im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Premiere 17. Dez. 2011, 19.30 Uhr. -----

 

Mit einem frenetischen Trinklied erringt der junge Alfredo Germont in Paris die Aufmerksamkeit der schönen und begehrten Kurtisane Violetta Valéry.

Die Liebe Alfredos verdeutlicht Violetta, wie sinnentleert ihr ausschweifendes Leben bislang gewesen ist. Um ihr gemeinsames Liebesidyll auf dem Land zu finanzieren, will Alfredo in Paris Geld besorgen. Die zurückbleibende Violetta wird von Alfredos Vater bedrängt, den Geliebten zu verlassen, um dessen Zukunft in der Gesellschaft nicht zu gefährden. Bereit, für Alfredos Wohl auf ihre Liebe zu verzichten, verlässt sie ihn und kehrt in ihr früheres Leben zurück. Besinnungslos vor Eifersucht stellt Alfredo auf einem Fest Violetta vor aller Augen als Hure bloß. Verarmt und einsam fügt sich die schwerkranke Violetta in ihren Tod. Alfredos Einsicht und letzte Beschwörung ihrer großen Liebe kommen zu spät.

 

Das Stationen-Drama vom Glanz und Elend der „Kameliendame“, dem Roman Alexandre Dumas' nach einer wahren Begebenheit, ist die einzige Oper Verdis, die in dessen Hier und Heute spielt. Er erhebt die Geschichte, die bis heute nicht allein Julia Roberts in „Pretty Woman“ zu Tränen rührt, von einer unerbittlichen Gesellschaftsstudie zu einem unsterblichen Mythos. Die gefeierte Göttin der Gesellschaft sinkt ins Bodenlose. Der Fluchtversuch in die bürgerliche Idylle misslingt. Am Ende ist sie im Zeichen fadenscheiniger Moral zur selbstlosen Aufgabe ihrer Liebe gezwungen. Öffentlich gedemütigt, vermag sie sich allerdings bei Verdi als Stimme über den Fluch der öffentlichen Moral zu erheben, um am Ende die Schuld der anderen zu wandeln. Das Geheimnis liegt einmal mehr in dem Vermögen der Oper, unleugbare Wirklichkeit in eine glaubhafte Vision zu verwandeln, sogar über den Tod hinaus.

 

Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman „La dame aux camélias“ von Alexandre Dumas d. J., UA 1853

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung

Rasmus Baumann

Inszenierung

Michael Schulz

Bühne

Dirk Becker

Kostüme

Martina Feldmann

Chor

Christian Jeub

Produktions-Dramaturgie

Ulla Theißen

 

Violetta Valery

Alexandra Lubchansky

Flora Bervoix

Anke Sieloff

Annina

Almuth Herbst

Alfredo Germont

Daniel Magdal

Giorgio Germont

Günter Papendell

Gastone

E. Mark Murphy |

Hongjae Lim

Barone Douphol

Nikolai Miassojedov |

Rafael Bruck

Dottore Grenvil

Dong-Won Seo

Marchese d' Obigny

Sejong Chang

Giuseppe, Violettas Diener

Georg Hansen

Ein Diener Floras

Kevin Zänker

Ein Dienstmann

Bernd Frings

 

 

 

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