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Landestheater Niederösterreich trauert um Jérôme Savary

Jérôme Savary, der französisch-argentinische Regisseur, starb am 3.3.2013 nach kurzer und schwerer Krebserkrankung in einem Krankenhaus in Paris.

Jérôme Savary wurde 1942 in Argentinien als Sohn eines französischen Schriftstellers und einer amerikanischen Mutter geboren. 1965 gründete er seine erste Theatergruppe, Le Grand Magic Circus, die 1968 in Le Grand Magic Circus et ses Animaux Tristes umbenannt wurde.

 

Von 1982 bis 1985 leitete er das Centre Dramatique National du Languedoc-Roussillon in Béziers und Montpellier, danach von 1986 bis 1988 das Carrefour Européen du Théâtre in Lyon.

 

1988 wurde er Direktor des Théâtre National de Chaillot. Diese Position behielt er inne bis er 2000 an die Opéra Comique berufen wurde, die er bis 2007 leitete.

 

Während seiner langjährigen Karriere hat Jérôme Savary mehr als 300 Aufführungen – Theaterstücke, Musicals, Opern und Operetten – inszeniert. Seine Produktionen kamen an den prestigeträchtigsten Häusern zur Aufführung wie u. a. an der Mailänder Scala, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, der Berliner Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz, dem Wiener Burgtheater, der Wiener Volksoper, den Bregenzer Festspielen oder den Opernhäusern von San Francisco, Washington, Shanghai, Tokio, Paris, Rom und Madrid.

 

Dem Landestheater Niederösterreich war er in den letzten Jahren durch seine drei Raimund-Inszenierungen innig verbunden. In einer Kooperation des Landestheaters Niederösterreich mit der Bühne Baden inszenierte er im Sommer 2010 Ferdinand Raimunds „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“, im Jahr darauf folgte „Der Verschwender“ und 2012 „Der Bauer als Millionär“.

 

Das Landestheater Niederösterreich bedauert sehr den Verlust dieses prägenden europäischen Theatermannes und ist in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden.

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