Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
LILIOM von Franz Molnár im Volkstheater WienLILIOM von Franz Molnár im Volkstheater WienLILIOM von Franz Molnár...

LILIOM von Franz Molnár im Volkstheater Wien

Premiere: 5. März 2010, 19.30 Uhr

 

Liliom (Robert Palfrader) ist Türsteher im Café Rennbahn der Frau Muskat (Claudia Sabitzer) - und ein Strizzi, roh, brutal, aber charmant. Alle Frauen liegen ihm zu Füßen.

Auch die kleine Julie (Katharina Straßer) verliebt sich in ihn, sehr zum Missfallen der eifersüchtigen Muskat. Ein Streit eskaliert und endet mit der Entlassung Lilioms. Auch Julie verliert ihre Stelle. Im braven Familienleben angekommen, findet sich Liliom nicht zurecht. Er liebt Julie und dennoch - er ist unfähig, seine Gefühle zu zeigen, und schlägt sie. Als sie schwanger wird, verschärft sich die Situation, denn er braucht dringend Geld. Ein Freund überredet ihn zu einem Raubüberfall. Das Verbrechen scheitert jedoch kläglich, sein Komplize entkommt, Liliom wird gestellt und bringt sich um, ehe er verhaftet werden kann. Im Jenseits erhält Liliom eine zweite Chance, etwas Gutes für Julie und das gemeinsame Kind zu tun. Für einen Tag darf er zurück auf die Erde ...

 

Molnár siedelt seine Vorstadtlegende zwischen Märchen und Volksstück, zwischen Sozialdrama und Prater-Seligkeit an. Bei ihm schließt Brutalität Zärtlichkeit nicht aus und auch dem tiefsten Elend begegnet er mit Witz und Humor. Liliom wurde 1909 in Budapest wenig erfolgreich uraufgeführt. Erst in der Bearbeitung und Übersetzung von Alfred Polgar, der das Stück aus dem Budapester Stadtwäldchen in den Wiener Prater transferierte, begann 1913 dessen weltweiter Siegeszug. Liliom wurde mehrfach verfilmt (u.a. von Fritz Lang 1934) und diente Rodgers und Hammerstein als Vorlage für das Musical Carousel.

 

„Jeder hat schon einmal eine Schießbude im Stadtwäldchen gesehen. Erinnern Sie sich daran, wie kindisch, wie komisch alle Figuren darauf dargestellt sind? Der Jäger, der Trommler mit dem dicken Bauch, der Knödelschlucker, der Kavallerist. Arme, schlechte Schildermaler malen diese Figuren so, wie sie sich das Leben vorstellen. Ich wollte das Stück auch in solcher Weise schreiben. Mit den Gedankengängen eines armen Schaukelgesellen im Stadtwäldchen, mit seiner Fantasie und seiner Ungehobeltheit." (Franz Molnár)

 

Deutsch von Alfred Polgar

Fassung für das Volkstheater von Michael Schottenberg

 

Regie Michael Schottenberg

Bühne Hans Kudlich

Kostüme Erika Navas

 

mit Iris Graf, Larissa Hois, Claudia Sabitzer, Katharina Straßer, Brigitte Swoboda, Nanette Waidmann; Haymon Maria Buttinger, Wolf Dähne, Andy Hallwaxx, Thomas Kamper, Christoph F. Krutzler, Robert Palfrader, Heinz Petters, Günter Tolar, Günther Wiederschwinger

 

Weitere Termine: 08., 10., 11., 12., 14., 16., 18., 19., 24., 26., 30. März um 19.30 Uhr sowie 21. und 28. März um 15.00 Uhr

 

Kartentelefon: 01-52111-400

www.volkstheater.at

 

Für Schulklassen gibt es speziell zu unserer Produktion „Liliom“ eine Kooperation mit dem Österreichischen Theatermuseum. In Theaterworkshops setzen sich SchülerInnen mit Hilfe von dramapädagogischen Methoden mit den Figuren, dem Text und seinen unterschiedlichen Interpretationen auf der Bühne sowie seiner Relevanz für die Gegenwart auseinander.

 

Information & Anmeldung Mag. Karin Mörtl

Tel. 01 525 24 5310, karin.moertl@theatermuseum.at,

www.theatermuseum.at

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑