Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Loreley" von Juliette Gross in Kiel"Loreley" von Juliette Gross in Kiel"Loreley" von Juliette...

"Loreley" von Juliette Gross in Kiel

Premiere 09.11.2006, 20 Uhr | Theater im Werftpark.

Monolog eines widerspenstigen Mädchens für Jugendliche und Erwachsene ab 12 Jahren

2006 jährte sich der Todestag von Heinrich Heine zum 150. Mal. Heinrich Heine schrieb „Das Loreleylied“ 1824. Populär vertont wurde es von Friedrich Silcher und gilt bis heute als eines der wichtigsten deutschen Volkslieder.

Heine schuf damit ein sirenenhaft gefährliches Wesen, das unerreichbar bleibt und ewig drohend, den Männern das Verderben und den Tod bringt. Die Loreley von Juliette Groß ist auf der Flucht vor dem Gedicht Heines: So will sie nicht gesehen werden – als feenhafte und männerverschlingende Märchenprinzessin mit goldenem Haar und goldenem Geschmeide – sie sieht sich eher als eine „Japanische Laufente“.

Das Mädchen Loreley hat sich auf den Felsen bei St. Goarshausen zurückgezogen. Sie will allein sein. Zuhause ist alles zuviel. Nun befindet sie sich weit oben auf einem Felsen und alles, wovor sie geflohen ist, kommt zu ihr zurück. Gefühle wie Traurigkeit, Wut, seltsame Zustände und Sehnsucht. Sehnsucht nach einem Menschen, nach Männern. Auch nach den weit entfernten Männern auf den Rheinschiffen. Doch die Schiffer auf dem Rhein kommen nicht. Statt zu ihr hinauf zu klettern, zerschellen ihre Schiffe bereits unten am Felsen. Nachdem die Loreley durch eine Achterbahnfahrt von Gefühlen hindurchgegangen ist, entschließt sie sich am Ende, sich selbst auf den Weg zu machen. Mutig verlässt sie ihren Felsen, um ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Loreley von und mit Juliette Groß ist 2003 in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jens Paarmann im Theaterhaus Frankfurt im Rahmen des Projektes „Europäische Mythen für Kinder“ entstanden. Im Theater im Werftpark wird eine überarbeitete Fassung zu sehen sein.

Regie: div., Ausst: Sibylle Meyer

Juliette Groß (Loreley)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑