Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Manon Lescaut", Oper von Giacomo Puccini, Theater&Philharmonie Thüringen"Manon Lescaut", Oper von Giacomo Puccini, Theater&Philharmonie Thüringen"Manon Lescaut", Oper...

"Manon Lescaut", Oper von Giacomo Puccini, Theater&Philharmonie Thüringen

Geraer Premiere am 11. September 2010, 19.30 Uhr Großes Haus der Bühnen der Stadt

 

Lescaut erhielt von der Familie den Auftrag, seine Schwester Manon aus Paris wegzubringen. Unterwegs werden zwei Männer auf das schöne Mädchen aufmerksam: der reiche Geronte de Ravoir und der mittellose Student Renato Des Grieux.

Nachdem sich Manon zunächst in Des Grieux verliebte, wendet sie sich nun Geronte zu, um der Armut zu entfliehen. Doch hin und hergerissen zwischen Liebe und Geld verliert Manon in den Wirren der Zeiten den Halt und … das Leben.

 

Giacomo Puccini (1858-1924) schaffte nach zwei erfolglosen Versuchen mit anderen Sujets mit dem Dramma Lirico »Manon Lescaut« den künstlerischen Durchbruch. Nachdem der Franzose Jules Massenet bereits 1884 mit einer Opernadaption des Romans »Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut« von Abbé Prévost reüssiert hatte, bedurfte es einigen Mutes des italienischen Komponisten, diesen Stoff ebenfalls zu verarbeiten. Doch Puccini verstand es, durch seine von südlicher Glut und leidenschaftlichem Temperament erfüllte Musik dieser Romanadaption einen einheitlichen Charakter zu verleihen.

 

Matthias Oldags Inszenierung arbeitet die Aktualität der 1893 am Teatro Regio in Turin erfolgreich uraufgeführten Oper heraus: Bevormundung, Migration und Macht.

 

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Eric Solén. Bühnenbild und Kostüme entwirft Mike Hahne. Opernchor und Philharmonischer Chor singen in der Einstudierung von Nikolaus Müller. Die Aufführung erfolgt in italienischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln.

 

Die Titelpartie singt Ausrine Stundyte. Die junge Sängerin stammt aus Vilnius in Litauen. Sie studierte an der Litauischen Musikakademie Gesang. Im Jahr 2000 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Sie wurde mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sonderpreis der Chambre Professionnelle des Directeurs d'Opéra Paris, dem Sonderpreis der Helikon Oper Moskau und dem 2. Preis Operette beim 25.Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Wien sowie dem Offenbach Preis in der Oper Köln. Gastspiele führten sie an die Litauische National Oper, an das Aalto Theater Essen, ins Gewandhaus Leipzig, in die Liederhalle Stuttgart, die Kölner und die Essener Philharmonie, in die USA und zu den Weidener Max Reger Tagen.

 

Ausrine Stundyte sang im Ensemble der Oper Köln große Partien wie Micaela in „Carmen“, Mimi in „La Bohème“ und Fiordiliggi in „Così fan tutte“, Agathe im „Freischütz“ und Cho-Cho-San in „Madame Butterfly“, darüber hinaus auch Mimi und Donna Elvira in „Don Giovanni“ in Lissabon. Weitere Aufgaben sind aktuell Mimi in Leipzig und Maddalena in „Andrea Chenier“ in Lübeck.

 

In den weiteren Partien: Teruhiko Komori (Lescaut), Ricardo Tamura (Renato Des Grieux), Olaf Plassa (Geronte de Ravoir), Michael Siemon (Edmondo), Bernhard Hänsch (Comandante), Stanimir Stantschev (Sergeant), Iris Eberle, Annick Séférian, Viktória Kiss, Cosima Schulenburg (Bedienstete bei Manon).

 

Nächste Vorstellung: 13. November 19.30 Uhr, 28. November 14.30 Uhr, 29. April 2011 19.30 Uhr

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑