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Maria Kilpi erhält Theatertreffen Förderpreis für neue Dramatik

Berliner Theatertreffen:

Bereits zum fünften Mal wurde am Donnerstag, den 17. Mai 2007 der Theatertreffen Förderpreis für neue Dramatik verliehen. Erstmals wurde auch ein Werkauftrag an einen der elf Stückemarkt-Autoren vergeben.

 

 

Die Preis-Jury 2007, bestehend aus Andreas Beck (designierter Künstlerischer Leiter des Schauspielhauses Wien), Andrea Koschwitz (Chefdramaturgin am Maxim Gorki Theater Berlin), Iris Laufenberg (Leiterin des Theatertreffens) und Milena Mushak (Leiterin des Festivals „Politik im Freien Theater“ der Bundeszentrale für politische Bildung), hat den mit 5.000 Euro dotierten Theatertreffen Förderpreis für neue Dramatik an die finnische Autorin Maria Kilpi für ihr Stück „Harmin Paikka – Wie ärgerlich!“ (Arbeitstitel) vergeben.

 

Maria Kilpi, geboren 1979 in Helsinki, studiert Dramaturgie, Szenisches Schreiben und Performing Arts an der Theaterakademie von Finnland in Helsinki. Sie ist Mitbegründerin des Projekts Teksti, einer Plattform, die mittels Workshops den Dialog zwischen Nachwuchsautoren und Regisseuren initiiert und fördert. Daneben arbeitet sie als Dramaturgin bei KOM-teksti, wo sie junge Autoren beim Entwickeln dramatischer Texte unterstützt. 2001 wurde ihr Stück „Sagrada Familia“ an der Theaterakademie von Finnland uraufgeführt. Außerdem bearbeitete Maria Kilpi die Romane „Blumen für Algernon“ von Daniel Keyes und „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow für die Bühne.

 

Eine entscheidende Neuerung ist die Uraufführung des Preisträgerstückes in der kommenden Spielzeit 07/08 am Maxim Gorki Theater Berlin.

 

Ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte des Stückemarktes wurde in diesem Jahr ein mit 7.000 Euro dotierter Werkauftrag vergeben. Ausgewählt wurde unter den Teilnehmern des Stückemarktes sowie des Dramatikerworkshops. Der Werkauftrag geht an Philipp Löhle, dessen neues Stück am Schauspielhaus Wien uraufgeführt und an einem Theater in Deutschland nachgespielt werden wird.

 

Philipp Löhle, geboren 1978 in Ravensburg, studierte Theater- und Medienwissenschaften, Neuere Deutsche Literatur und Neuere und Neuste Geschichte an der Universität in Erlangen und in Rom. Er arbeitete als Redaktionsassistent bei der Ufa Film- und TV-Produktions GmbH. Philipp Löhle drehte mehrere Kurzfilme, die auf verschiedenen Festivals liefen und Preise gewannen. Sein erstes Theaterstück „Und sie dreht sich doch“ inszenierte er selbst 2003 am Experimentiertheater in Erlangen. 2005 schrieb er das Auftragsstück „Kauf-Land“ für das Stadttheater Erlangen. Zurzeit ist Philipp Löhle Regieassistent am Theater Baden-Baden und freier Mitarbeiter bei der taz.

 

Zwei weitere Preisverleihungen, der Alfred-Kerr-Darstellerpreis sowie der 3sat-Preis, bilden am Sonntag, den 20. Mai 2007, den krönenden Abschluss des Theatertreffens 2007. Bereits am Sonntag, den 06. Mai 2007 wurde Ulrich Matthes mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet.

 

 

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