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"Mass für Mass" von Shakespeare in Innsbruck

Premiere 26.1.2008, 20.00 Uhr, Tiroler Landestheater, Kammerspiele

 

Im Herzogtum Vienna hat die Unzucht überhandgenommen. Daher übergibt Herzog Vincentio die Herrschaft auf Zeit dem sittenstrengen Lord Angelo, damit er für Ordnung sorge, während er - angeblich - auf Reisen geht.

Angelo statuiert sofort ein Exempel: Der junge Edelmann Claudio, der seine Freundin unehelich geschwängert hat, soll hingerichtet werden. Claudios Schwester Isabella, tugendsame Novizin eines Klosters, bittet Angelo um das Leben ihres Bruders. Bei dieser Begegnung erfährt Angelo jedoch selbst seine eigene Verführbarkeit und unterbreitet ein höchst unmoralisches Angebot: Er würde Claudios Leben verschonen, wenn sich Isabella ihm für eine Nacht hingäbe…

 

Wieviel Freiheit verträgt der Bürger? Wieviel Einschränkung dieser Freiheit darf der Staat exekutieren? Aus Shakespeares Versuchsanordnung um die Handlungsmöglichkeiten des Menschen wird ein Spiel um Kopf und Kragen. Doch es wäre keine Komödie (die übrigens Richard Wagner als Vorbild für das Libretto seiner komischen Oper Das Liebesverbot nahm), fänden sich nicht am Ende – mehr oder weniger freiwillig – die Paare.

 

Das Herzogtum Vienna ist fiktiv. Doch Korruption, Doppelmoral, Verleumdung, Machtmißbrauch und Scheinheiligkeit sind überall. Eine der Hauptquellen Shakespeares war eine Novelle aus der Sammlung Hecatommithi des Giovanni Battista Giraldi Cinthio von 1565, die - in Innsbruck spielt!

 

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