Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
MILO RAU / IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER: DIE ENTHÜLLUNG DES REALEN in BerlinMILO RAU / IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER: DIE ENTHÜLLUNG...MILO RAU / IIPM –...

MILO RAU / IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER: DIE ENTHÜLLUNG DES REALEN in Berlin

7. – 9. November 2013, sophiensaele Berlin, „Die Enthüllung des Realen“, Ausstellung

9. November 2013, Schweizer Botschaft Berlin, „Die Berliner Gespräche“, Talkshow. -----

„Die Enthüllung des Realen“ ist die erste Überblicksausstellung zur Arbeit Milo Raus und seiner Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM.

Drei Tage lang verwandeln sich die sophiensaele in ein begehbares szenisches Archiv, das sich auf den Spuren des IIPM den düstersten Momenten der jüngeren Vergangen-heit zuwendet. Neben der filmischen und installativen Präsentation und Diskussion von vergangenen Produktionen wie „Die letzten Tage der Ceausescus“, „Hate Radio“ oder „Die Mos-kauer Prozesse“ gibt die Ausstellung auch Einblicke in die laufenden Projekte Milo Raus: die für 2014 vorbereiteten Inszenierungen "The Civil Wars" und "Die Geschichte des Maschinen-gewehrs" sowie die im Rahmen der Ausstellung erstmals öffentlich aufgezeichnete Talk-Show-Reihe „Die Berliner Gespräche“.

 

Konzept und Künstlerische Leitung: Milo Rau

Bühnenbild: Anton Lukas

Produktion und Kuration: Eva-Maria Bertschy, Mascha Euchner-Martinez, Milena Kipfmüller

Sound- und Videodesign: Jens Baudisch Dokumentation: Markus Tomsche Theoretische Mitarbeit: Rolf Bossart

 

Das IIPM um den Autor und Regisseur Milo Rau holte in den letzten Jahren unter anderem die Erschießung des Ehepaars Ceausescu (“Die letzten Tage der Ceausescus”), den ruandischen Völkermord (“Hate Radio”) und den norwegischen Terroristen Anders B. Breivik (“Breiviks Erklärung”) auf die Bühne, boxte per Theaterperformance das Ausländerstimmrecht ins Par-lament einer Schweizer Großstadt (“City of Change”) und hob im vergangenen Frühjahr mit zwei mehrtägigen Justiz-Spektakeln (“Die Moskauer Prozesse” und “Die Zürcher Prozesse”) ein völlig neues Theaterformat aus der Taufe.

 

Von Debatten weit über die Kunstwelt hinaus begleitet, tourten die Produktionen des IIPM bisher in mehr als 20 Ländern weltweit – zuletzt wurde die “zutiefst erschütternde” (Le Monde) Inszenierung “Hate Radio” auf dem World Theater Festival Tokio, dem Grec Festival Barcelona und dem Festival d’Avignon euphorisch gefeiert. “Mehr Wirkung kann Dokumentar-theater kaum provozieren”, urteilte die “Basler Zeitung” über die Lecture-Performance “Breiviks Erklärung”, die nächste Spielzeit nach zahlreichen Stationen im EU-Parlament Brüssel zu sehen sein wird. „Liebhaber der Skandale“ (La Vanguardia), „Fänger des Realen“ (taz), „Sozi-aler Plastiker“ (La Libération), „Theatererneuerer“ (Der Spiegel) – die Bezeichnungen, mit der die Arbeit des Schweizer Regisseurs Milo Rau und seines Teams zu fassen versucht wurden, sind ebenso zahlreich wie unterschiedlich.

 

Aus Anlass des 6jährigen Bestehens der Produktionsgesellschaft IIPM – International Institute of Political Murder (IIPM) findet nun mit „Die Enthüllung des Realen“ vom 7. bis 9. Novem-ber in den Berliner sophiensaelen die erste Überblicksausstellung in Deutschland statt. Drei Tage lang verwandeln sich die sophiensaele in ein begehbares szenisches Archiv, das sich auf den Spuren des IIPM den düstersten Momenten der jüngeren Vergangenheit zuwendet.

 

Neben der filmischen und installativen Präsentation und Diskussion von vergangenen Produk-tionen gibt die Ausstellung auch Einblicke in die laufenden Projekte des IIPM, die unter dem Übertitel „You will not like what comes after America“ für das Jahr 2014 entstehen: die Insze-nierungen „The Civil Wars“ und „Die Geschichte des Maschinengewehrs“ sowie die im Rah-men der Ausstellung erstmals öffentlich aufgezeichnete Talk-Show-Reihe „Die Berliner Gespräche“.

Anlässlich der 3tägigen Ausstellung erscheinen im Berliner Verbrecher Verlag zwei Dokumentations-Bände („Hate Radio“ und „Die Prozesse“), beim Verlag Theater der Zeit der umfassende Werkkatalog „Die Enthüllung des Realen“ und im Kein & Aber Verlag Milo Raus politisch-künstlerisches Manifest „Was tun?“.

Verschiedene Diskussionspanels begleiten die Ausstellung (u. a. mit Inke Arns, Jean-Louis Gilissen, Rabih Mroué, Tobi Müller, Patrick Primavesi, Michail Ryklin, Sylvia Sasse, Dmitri Vilenski).

 

> 7. November 2013

19.00 Uhr, Ausstellungseröffnung

20.15 Uhr, „Die Darstellung des Undarstellbaren“ (Diskussion. Moderation: Tobi Müller)

> 8. November 2013

16.00-20.00 Uhr, Ausstellung

20.15 Uhr, „What is to be done“ (Manifesto Sommet. Moderation: Inke Arns)

> 9. November 2013

16.00-20.00 Uhr, Ausstellung

20.15 Uhr, „Die Berliner Gespräche“ (Talkshow. Moderation: Milo Rau)

 

Milo Rau, * 1977 in Bern, studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin, u. a. bei Tzvetan Todorov und Pierre Bourdieu. Ab 1997 erste Reportagereisen (Chiapas, Kuba); ab 2000 tätig als Autor für die Neue Zürcher Zeitung; ab 2003 Arbeit als Regisseur und Autor im In- und Ausland, u. a. am Maxim-Gorki-Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden, HAU Berlin, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Teatrul Odeon Bukarest und Beursschouwburg Brüssel. Milo Rau gründete im Jahr 2007 für die Produktion und Auswertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM, die er seitdem leitet. Seine Theaterinszenierungen und Filme wurden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen – 2012/13 u. a. ans „Berliner Theatertreffen“, ans „Noorderzon Festival Groningen“, an die “Wiener Festwochen”, ans “Kunstenfestival Brüssel” und ans Festival „Radikal Jung“, wo er mit dem Regie- und Kritikerpreis ausgezeichnet wurde.

 

Neben seiner Arbeit für Bühne und Film ist Milo Rau als Dozent für Regie, Kulturtheorie und soziale Plastik an Universitäten und Kunsthochschulen tätig. Seine Inszenierungen, Aktionen und Filme (u. a. “Montana”, “Die letzten Tage der Ceausescus”, “Hate Radio”, “City of Change”, “Breiviks Erklärung”, “Die Moskauer Prozesse”, “Die Zürcher Prozesse”) wurden u. a. ans Festival d’Avignon eingeladen, zum Prix de Soleure nominiert und touren durch die ganze Welt. Der Schweizer “Tagesanzeiger” nannte ihn kürzlich den “meistbegehrten Regisseur dieser Tage”, das deutsche Wochenmagazin “Der Freitag” den “umstrittensten Theaterregisseur seiner Generation”.

www.international-institute.de

www.sophiensaele.com

 

Eine Produktion des IIPM - International Institute of Political Murder in Zusammenarbeit mit dem Verbrecher Verlag, dem Verlag Theater der Zeit, dem Verlag Kein & Aber, der Zürcher Hochschule der Künste / IPF – Institute for the Performing Arts and Film und der Schweizer Botschaft Berlin.

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Stadt und Kanton St. Gallen und ZHdK- Zürcher Hochschule der Künste. <<<

 

Im Rahmen der Ausstellung:

> 9. November 2013, 20.15 Uhr

Die Berliner Gespräche

YOU WILL NOT LIKE WHAT COMES AFTER AMERICA

Talkshow / Pilotsendung

Ballsaal der Schweizer Botschaft

 

Während der 100. Jahrestag der europäischen Urkatastrophe näher rückt, ist auch der amerikanische

Traum längst verblasst. Die Talkshowreihe “Die Berliner Gespräche. You will not like what comes after America” zeichnet das verwirrende und beunruhigende Epochengemälde eines sterbenden Zeitalters. Gäste aus Europa, Asien, Afrika und Amerika blicken zurück auf die Verwerfungen der jüngsten Vergangenheit und äußern sich zur kommenden Epoche. Moderation: Milo Rau

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 31 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑