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"Minna von Barnhelm", Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Premiere am Freitag, den 26. April 2013 um 19.30 Uhr im E-Werk. -----

Der Krieg ist vorbei und der unehrenhaft entlassene Major von Tellheim sitzt in einem Berliner Gasthof fest. Dort wartet er, schweren Bestechungsvorwürfen ausgesetzt, auf den Ausgang seines Verfahrens.

Von Ehrverlust, Perspektivlosigkeit und einer prekären finanziellen Situation geplagt, sieht Tellheim sich außer Stande den Kontakt zu seiner Geliebten Minna aufrecht zu halten, weil er sich einredet „Vernunft und Notwendigkeit“ würden es ihm befehlen. Der Zufall will, dass Minna in demselben Gasthof wie Tellheim unterkommt und schnell von dessen Anwesenheit erfährt.

 

Ein abgebranntes Hotel, das notdürftig nach dem Krieg Unterkunft für seine Gäste bietet, ist der Schauplatz von Lessings „Minna“. Zwischen Verfolgungsjagd und komödiantischem Verwechslungsspiel dreht sich alles um die Fragen: Was ist ein Krieger ohne Krieg, was ein Beamter ohne Staat? Was geschieht, wenn die klaren Aufgaben verschwinden und die Bezüge zwischen dem Individuum und der Umwelt ins Wanken geraten? Tellheim steckt in Depressionen fest und muss sich fragen, wie er da wieder herauskommt. Kann er vielleicht herausgeholt werden? Und wenn ja, wer könnte das schaffen? Er ist der ausrangierte Erfolgstyp, der arbeitslos im Wartesaal der Geschichte sitzt und mittlerweile mehr an moralische Werte, als an seine Geliebte denkt. Was macht ihn trotzdem liebenswert und welche Mittel halten Lessing und Minna bereit, um dem Untertitel des Stückes „ein Soldatenglück“ gerecht zu werden?

 

Lessings Lustspiel „Minna von Barnhelm“ spielt vor dem Hintergrund des 1763 endenden Siebenjährigen Krieges. Es gilt als eines der bekanntesten Stücke der Aufklärung.

Henriette Hörnigk, Chefdramaturgin und Regisseurin am Neuen Theater Halle, inszeniert nach Georg Büchners „Woyzeck“, Sibylle Bergs „Die goldenen letzten Jahre“ und Hans Falladas „Kleiner Mann, was nun?“ nun diese bedeutende Komödie der deutschen Literatur am Mecklenburgischen Staatstheater.

 

Inszenierung: Henriette Hörnigk,

Bühne und Kostüm: Franziska Just

Musik: Smoking Joe

 

Es spielen: Kai Windhövel, Sonja Isemer, Jochen Fahr, Anja Werner, Özgür Platte, Lucie Teisingerova,

 

Nächste Vorstellungen: am 27. April, 3. Mai und zum letzten Mal in dieser Spielzeit am 24. Mai 2013 um jeweils 19.30 Uhr im E-Werk

 

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

 

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