Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
MIR - A LOVE STORY - Tanz im Schauspielhaus WienMIR - A LOVE STORY - Tanz im Schauspielhaus WienMIR - A LOVE STORY -...

MIR - A LOVE STORY - Tanz im Schauspielhaus Wien

Premiere: Dienstag, 14. Februar 2006, 20:00 Uhr

Spielzeit: 15.,16. und 18. - 20. Februar 2006, jeweils 20:00 Uhr:

SCHAUSPIELHAUS INTERNATIONAL: MIR - A LOVE STORY

Eine Produktion von Constanza Macras/Dorky Park und Sophiensaele in Koproduktion mit TanzWerkstatt Berlin

In Kooperation mit ImPuls Tanz Wien

Auch wenn Berichte über die bemannte Weltraumfahrt längst Einzug in die Normalität unseres Alltags gehalten haben: Sie spielt sich immer wieder an den Grenzen des Möglichen für Mensch und Material ab. Ein Raumschiff ähnelt immer einer kleinen, zerbrechlichen Insel in einer lebensfeindlichen Umgebung. Insofern bestehen durchaus Parallelen zwischen der Weltraumfahrt und menschlichen Liebesbeziehungen.

Constanza Macras dienen die Bedingungen und Erfahrungen der Astronauten an Bord der Raumstation MIR als Allegorie für das Paarverhalten des Menschen, das mit Schwerelosigkeit beginnt und nicht selten mit Absturz im

Universum der Liebe endet. Wie ein Astronaut erduldet der Liebende Abhängigkeiten, spürt er die vibrierende aber verletzliche Energie, erfährt er Schlaflosigkeit und Desorientierung. Kommunikation dient zum einen der Überwindung vonDistanz zum anderen ihrer Betonung, wobei auch der Liebende abhängig ist von einem unzuverlässigen zentralen Kommando - dem Anderen. Doch Durchhaltevermögen beweist den Erfolg.

Im dritten Teil ihrer Trilogie MIR - A LOVE STORY beschäftigen sich Macras und ihre Gruppe Dorky Park mit Erdulden und Durchhalten. Dabei ist einer ihrer Ausgangspunkte der Ausspruch eines russischen Kosmonauten, der, über sein

tägliches Leben im All befragt, antwortete: "Ich überlebe. Das ist meine Ganztagsbeschäftigung und ich betrachte mich darin als erfolgreich."

Das Schicksal der MIR war es, 2001 über dem Pazifik zum Absturz gebracht zu werden. Die Mission endete in Abfall und Schutt. Oftmals existieren die Trümmer länger als das ursprüngliche Projekt.

Constanza Macras ist in der internationalen Tanzszene längst eine fixe Größe. Ihr künstlerisches Schaffen ist immer ein Zusammenspiel aus Bewegungs- und Textmaterial, Video und Live-Musik. Alle Elemente sind strukturell miteinander

verbunden und reflektieren die vielen Seiten ein- und derselben Sache, um sich ihr in ihrer ganzen Komplexität zu nähern. Dabei versucht sie Darstellung zu einem "perfekten Fake" zu machen, um darin das Authentische und

Spontane frei zu legen. Wie gut ihr dieses Konzept immer wieder gelingt, zeigt nicht zuletzt der dritte Teil ihrer MIRTrilogie.

Mit der überaus erfolgreichen Koproduktion BIG IN BOMBAY holte das Schauspielhaus Wien Constanza Macras und ihr Ensemble Dorky Park im März 2005 erstmals nach Österreich. “MIR - A LOVE STORY” markiert nun die

Fortsetzung des spannenden Dialogs mit der jungen Choreographin.

 

Choreografie: Constanza Macras

Konzept: Constanza Macras, Kevin Slavin

Ausstattung: Anja Maria Eisen

Musik: Claus Erbskorn

Video: Francesca Noia

Lichtdesign: Jörg Bittner

Ton: Norman Thörel

Dramaturgie: Ronald Kukulies

Produktionsleitung: Anna Bergel, Béla Bisom

von & mit:

Margaretha Barck, Diane Busuttil, Claus Erbskorn, Hiltrud Ellert, Jill Emerson, Christel Friedrich, Jared Gradinger,

Stéphane Lalloz, Angela Schubot

Impressum

Schauspielhaus

Porzellangasse 19,

A- 1090 Wien

tel: +43 1 317 01 01-0, fax: -22

welcome@schauspielhaus.at

www.schauspielhaus.at

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑