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»Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen« - Über rassistischen und rechtsextremen Alltag in Deutschland - Hans Otto Theater Potsdam

Premiere: 23. Februar 2013, 19.30 Uhr, Reithalle / Hans Otto Theater Potsdam, Schiffbauergasse. -----

 

Nach der Erschütterung im Jahr 2012 über die NSU-Morde wird das Ansteigen rechter Gewalt in Deutschland zunehmend als Bedrohung wahrgenommen.

Das Theaterprojekt „Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen“ zeigt differenziert die Strukturen und die dichter werdende organisierte Vernetzung der Rechten Szene auf und fordert gleichzeitig zum Nachdenken über das Verhalten der Gesellschaft und jedes Einzelnen auf.

 

Die Akteure:

 

- Eine Frau wird immer wieder rassistisch bedroht

- Ein Aussteiger berichtet über seine Erlebnisse in der Szene und die Motivation zum Aussteigen. Ein Freund, der ihm dabei hilft, erlebt das Anwachsen rechter Aktivitäten in den neuen Bundesländern

- Eine Frau kämpft unermüdlich gegen Schmierereien und rechte Aufkleber

- Ein Akteur dokumentiert Aktionen im rechten Milieu

- Eine Politikerin berichtet über den NSU-Untersuchungsausschuß.

 

Drei Schauspieler werden an der szenischen Darstellung der Erlebnisse der Akteure beteiligt sein.

 

Das Projekt wird am 23. Februar 2013 am Hans Otto Theater in Potsdam Premiere haben (weitere Vorstellungen am 1. und 5. März) und soll dann bei weiteren Aufführungen auch an anderen Theatern in Deutschland zu sehen sein.Initiiert und dramaturgisch begleitet wird das Stück von Lea Rosh und Renate Kreibich-Fischer, die schon „Staats-Sicherheiten“ und „Vom Widerstehen“ initiiert

hatten. Regie führt, wie bei den anderen beiden Produktionen des Förderkreises, wieder Clemens Bechtel.

 

Dr. Eva Högl (SPD) ist Politikerin, Mitglied des Deutschen Bundestages, und arbeitet derzeit im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSUMorde. Irmela Mensah-Schramm hat seit fast drei Jahrzehnten europaweit über 50.000 Nazi-Schmierereien und rechtsextreme Plakate und Aufkleber beseitigt. Sie wird von den Neonazis als „Zeckenoma“ beschimpft. Sie selbst bezeichnet sich als „Politputze“. Sie organisiert Ausstellungen und macht Workshops in Schulen.

 

Lothar Priewe begleitete Kevin M. beim Ausstieg aus der rechten Szene. Er hat jahrelang als stellvertretender Integrationsbeauftragter in der Uckermark gearbeitet und besitzt profunde Kenntnisse der dortigen Probleme mit Neonazis. Heute führt er Schulprojekte zu diesem Thema durch.

 

»Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen«

Über rassistischen und rechtsextremen Alltag in Deutschland

Theaterprojekt des Förderkreises Hans Otto Theater e. V.

 

Regie

› Clemens Bechtel

 

Weitere Vorstellungen: 1. und 5. März 2013, jeweils 19.30 Uhr

 

Karten: 20 €, ermäßigt 15€, Schüler/Studenten 10€

Kartenbestellung: 0331 – 98 11 8, kasse@hansottotheater.de

 

 

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