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Münchner Opernfestspiele 2010: "Remdoogo – Via Intolleranza II" von Christoph Schlingensief

Festspielpremiere 24. Juni 2010 Uhr, Pavillon 21 MINI Opera Space

 

In Burkina Faso wird gerade nicht nur das von Schlingensief initiierte Operndorf REMDOOGO nahe der Hauptstadt Ouagadougou gebaut, sondern auch ein Team für Schlingensiefs Afrika-Projekt Remdoogo – Via Intolleranza II zusammengestellt.

Ausgehend von Luigi Nonos Aktions-Oper „Intolleranza 1960" entsteht das erste Stück materialisierte afrikanische Operndorf-Utopie, das nach Europa kommen wird. Es ist keine Produktion des Operndorfes, sondern eine begleitende Forschungsarbeit, die den Versuch unternimmt, Schritt für Schritt zu begreifen, warum wir ständig dem afrikanischen Kontinent helfen wollen, obwohl wir uns selber schon lange nicht mehr helfen können. Ist die Intoleranz gegen uns selber vielleicht der Ursprung unseres Fehlverhaltens und können wir von Afrika lernen, wenn wir Teile unseres aufgeklärten europäischen Kulturguts dorthin verfrachten? Wer wird wen mehr beklauen? Erfahren unsere humanistischen Steckenpferde eine neue Dimension oder verschwinden sie hinter der afrikanischen Kultur?

 

In Burkina Faso wird gerade nicht nur das von Schlingensief initiierte Operndorf REMDOOGO nahe der Hauptstadt Ouagadougou gebaut, sondern auch ein Team für Schlingensiefs Afrika-Projekt Remdoogo – Via Intolleranza II zusammengestellt: Ausgehend von Luigi Nonos Aktions-Oper „Intolleranza 1960" entsteht das erste Stück materialisierte afrikanische Operndorf-Utopie, das nach Europa kommen wird. Es ist keine Produktion des Operndorfes, sondern eine begleitende Forschungsarbeit, die den Versuch unternimmt, Schritt für Schritt zu begreifen, warum wir ständig dem afrikanischen Kontinent helfen wollen, obwohl wir uns selber schon lange nicht mehr helfen können. Ist die Intoleranz gegen uns selber vielleicht der Ursprung unseres Fehlverhaltens und können wir von Afrika lernen, wenn wir Teile unseres aufgeklärten europäischen Kulturguts dorthin verfrachten? Wer wird wen mehr beklauen? Erfahren unsere humanistischen Steckenpferde eine neue Dimension oder verschwinden sie hinter der afrikanischen Kultur?

 

Eine Produktion der Festspielhaus Afrika gGmbH in Koproduktion mit der Bayerischen Staatsoper, Kampnagel Hamburg und dem Kunstenfestivaldesarts Brüssel

 

Konzept und Künstlerische Leitung Christoph Schlingensief

Bühne Thomas Goerge, Thekla von Mülheim, Christian Schlechter nach einem Bühnenbild von Nina von Mechow

Kostüme Aino Laberenz

Licht Voxi Bärenklau, Michael Dietze

Video Meika Dresenkamp

Musik und Dirigat Arno Waschk

Ton David Gierth

Dramaturgie Carl Hegemann, Anna Heesen

 

Mit

Brigitte Cuvelier, „Kandy“ Mamounata Guira, Kerstin Grassmann, Claudia Sgarbi, Olivia Stahn, Isabelle Tassembedo, Jean Marie Gomzoubou Boucougou, Jean Chaize, Alexander Jovanovic, Issoufou Kienou, Stefan Kolosko, Amado Komi, Johannes Lauer, Ahmed Soura, Nicolas Ulrich Severin Tounga, Abdoul Kader Traore, Wilfried Zoungrana

 

 

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